Fotoaufgaben: Linien

Am Wochenende ging ich seit langer Zeit wieder fotografieren. Die Aufgabe Linien zu finden. Linien in einer Stadt sollte ja schliesslich nicht so schwer sein. Und ja, es stimmt. Wir sind umgeben von Linien, man muss nur richtig hinsehen. So kann ein Zaun, eine Brücke, ein Fluss oder ein Weg eine Linie sein.
Im Endefeckt sind es weniger Bilder geworden, als dich machen wollte. Aber darunter einige meiner Lieblingsstellen in der Stadt.
Meine Kamera: Nikon D5500

 

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Linie: Der Weg, der Fluss und die Brücke
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Licht und Schatten als Linie und der Fluss
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eher ein Standardbild: die Brücke als Linie und der Fluss
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auch so ein Standardbild, dass man überall zu finden ist. 

Die Fotoaufgaben stammen von besserefotos.wordpress.com. Hier findet man regelmässig Tipps und Tricks fürs Fotografieren und eben diese Fotoaufgaben.
alle Fotos sind unbearbeitet. Leider habe ich eines gegen die Sonne mit Sonneneffekt gelöscht:)
Tipp: erst veröffenlichen, dann löschen nicht anders herum.

Ach ja, das Beitragsbild oben ist der Blick am Abend von unserem Balkon. Berge als Linien:)

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Warum man No Billag ablehnen soll

Wie die No Billag Initiative aussieht hatte ich hier beschrieben: Initiative No Billag
Darin erklärte ich welchen Inhalt diese hat und welche Argumente die jeweiligen Parteien haben. Heute will ich zeigen, warum die Initiative zu weit geht. Dazu nehme ich den Plan B dazu, denn selbst dieser richtet sich gegen die Initiative.

Plan B des Gewerbeverbandes

Der Gewerbeverband, der die Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU) vertritt, ist der einzige Verband, der die No Billag Initiative unterstützt. Die Initiativen und Unterstützer sind keine Medienprofis, arbeiten nicht in Medienunternehmen und haben keinerlei Erfahrung in diesem Sektor. „Ja zur SRG, Ja zu No-Billag“ heisst es nun im Slogan.

1. Abo-Gebühren

Der Plan B sieht vor, dass eine Milliarde Franken durch Abo-Gebühren, Pay-TV und Werbung zu verdienen wäre.
Der Grundgedanke dabei ist, dass die SRG ein festes Standbein in der Bevölkerung hat und die Menschen für gute Inhalte freiwillig zahlen. Dabei geht der Gewerbeverband davon aus, dass jeder zweite Bewohner der Schweiz weiterhin freiwillig zahlen. Diese Zahl kommt von den Einschaltquoten der Tagesschau. Offen ist, ob die Gebühr von 365 Franken weiterhin zu zahlen ist, oder ein Pay-TV eingeführt wird. Dabei läuft die Tagesschau nur in der Deutschschweiz und die anderen Teile des Landes sind vollkommen vernachlässigt in der Rechnung.
Der Plan des Gewerbeverbandes würde den Zuschauer teurer kommen. Er sieht vor, einzelne Sendungen einzeln zu verkaufen und so Pakete zu schnüren. Dabei gibt es unterschiedliche Variationen dieser Pakete mit viel, wenig oder gar keiner Werbung. Je nach dem wäre das Paket teurer. Wenn nun jemand zwei Pakete kaufen will, dann wird das teurer als die 365 Franken.
Zusätzlich will der Gewerbeverband auch Werbung in Internet machen. Durch eine Paywall soll zusätzlich Einnahmen generiert werden. Wenn das bei Zeitungen schwierig ist, wie soll das bei der SRG laufen? Zu der Paywall habe ich einen Artikel (Herausforderung paid content für Zeitungen) für die Uni geschrieben und darin erklärt warum es schwierig ist in Internet Geld zu verdienen. Das Fazit darin: für Nachrichten bezahlen noch die wenigsten Menschen. Das gilt auch für das Fernsehen. 3+ sendet keine Nachrichten, weil es dazu keine Einschaltquoten hat.

2. Pay-TV Angebote

Der Gewerbeverband will nun auch zusätzliche Angebote zu den Paketen verkaufen. Es sollen zusätzlich Sportübertragungen im Pay-TV gesendet werden. Somit würden nochmals 200 Millionen Franken zur SRG fliessen. Woher diese Zahl kommt verrät der Verband nicht. Warum man noch zusätzlich zahlen soll ist auch nicht realitätsnah. Die SRG soll frei von Gebühren werden. Dadurch wird allerdings der Preis für Nachrichten, Sport und Unterhaltung teurer. Zum einen hat man ein Paket ohne Werbung und ohne Sport und kauft sich zusätzlich dazu noch Sportübertragungen. Wie kann man dabei unter dem Preis von 365 Franken bleiben?
Das ist nicht Kundenfreundlich und absolut realitätsfern, weil sich viele eben diesen höheren Preis nicht mehr leisten können. Und davon schwafelt der Verband immer: Die SRG ist so teuer

3. Werbung

Dazu kommt, dass im Radio mehr Werbung zu hören sein wird. Selbst hier macht der Gewerbeverband in der Auflistung Fehler. Er sieht nämlich die Fernsehzuschauer und die Radiozuhörer als zwei verschiedene Kreise, bei denen es keine Überschneidungen gibt. So muss sich nun also ein Fernsehzuschauer mehrere Pakete für das Fernsehen und Pakete für das Radio mit Werbung kaufen. Das ist nicht attraktiv. Denn die Zahlungsbereitschaft nimmt mit dem Vorhandensein von Werbung ab.

Das ist der falscheste Punkt im ganzen Statement. Der Verband und die No Billag Befürworter sagen: Auch im TV-Bereich ist die SRG bezüglich Werbung heute eingeschränkt. Mit einem Ja zu No Billag eröffnen sich der SRG hier neue Möglichkeiten, um höhere Werbeeinnahmen zu erzielen
Das ist so nicht richtig. Eigentlich absolut falsch.
1. Der Schweizer Werbemarkt ist sehr klein und dazu sehr differenziert durch die Sprachregionen. Er kann demnach nicht mehr wachsen.  Zudem hat der Markt einen hohen Druck aus dem Ausland durch die ausländischen privaten Sender.
2. Hohe Webeheeinnahmen bedeuten hohe Einschaltquoten. Hohe Einschaltquoten hat man unter anderem bei Fussball. Fussball soll aber zusätzlich Pay-TV werden. Der Verbraucher kauft sich also die Übertragung und zusätzlich Werbung. Das ist realitätsfern. Da durch Pay-TV die Einschaltquoten wieder sinken werden, können nicht die gleichen Preise für Werbung erzielt werden. Für Werber ist es deshalb auch nicht mehr so attraktiv, da sie nicht mehr so viel Reichweite haben. Also loos loos loos Situation für Werber, SRG und Zuschauer.
3. Wer jetzt die SRG einschaltet ist sich gewöhnt möglichst wenig Werbung zu sehen. Im Radio ist praktisch keine Werbung zu hören. Das macht Attraktivität aus. Durch mehr Werbung verschwindet diese Attraktivität, denn dann kann man gleich andere Sender hören oder sehen. Es besteht deshalb keine Trennung mehr. Dadurch schrumpft die Zahlungsbereitschaft und dadurch die Einschaltquoten. Wo wenig Einschaltquoten wenig Bereitschaft Werbung zu schalten.

4. Fördergelder des Bundes

Gewerbeverband: Fördergelder für einzelne Sendungen, Sendereihen oder konkrete Gefässe des Service public sind weiterhin möglich.

Initative: Der Bund subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen. Er kann Zahlungen zur Ausstrahlung von dringlichen amtlichen Mitteilungen tätigen.

Dringlichen amtlichen Mitteilungen: Gesetzesänderungen etc.

Man muss schon sehr viel Fantasie haben um aus „dringlich amtliche Mitteilungen“ Unterstützungen für Minderheiten und Randregionen herauszulesen.
Es wären Direktzahlungen vom Bund. Dabei könnte der Bund den Inhalt beeinflussen. Und das ist auch ein Vorwurf der No Billag Unterstützer. Daran erkennt man, dass sie den letzten Teil der Initiative gar nicht verstanden haben. Es heisst unmissverständlich, dass der Bund keine Stationen betreibt, niemanden beauftragt und nur bei ganz ganz wichtigen Dingen Übertragungen sendet.
Die Forderung richtet sich also gegen ihre eigene Initiative.
Der Vorwurf der Einseitigen Berichterstattung der SRG würde noch mehr Raum bekommen. Denn der Bund könnte nach der Vorstellung des Verbandes Inhalte beeinflussen. Dabei passiert eine noch grössere Einseitigkeit. Somit ist eine Trennung zwischen Bund und Berichterstattung nicht mehr zu verhindern. Und dies würde gegen die eigene Vorstellung gehen, denn die Befürworter wollen eine grössere Trennung.

Fazit:

Alle und absolut alle Punkte der Forderung können widerlegt werden. Einige Punkte richtet sich gegen den Inhalt der Initiative und eine sogar gegen die Forderung, dass die SRG unabhängiger werden soll. (Nebenbei bemerkt, sie berichtet nicht einseitig)
Es ist sehr gefährlich für eine Demokratie mit dem Mediensystem zu spielen. Eine Demokratie lebt vom öffentlich-rechtlichen System und privaten Sendern.
Der wichtigste Punkt: die Initiativen entstand nach einer Versammlung der Jungfreisinnigen beim Bier. Keiner der Initianten kennt sich aus in Mediensystem.
Jeder weiss für welche dummen Ideen man nach ein paar Bier zu viel kommt. Diese hatten die Initiative.

Einige Artikel dazu:

 

No Billag: die Initiative

Am 4. März stimmt das Wahlvolk in der Schweiz über die „No-Billag“ Initiative ab. Dieser Themenkomplex wird in unterschiedlichen Beiträgen aufgesplittet, damit ein einziger nicht so lang wird. Zuerst einmal will ich über die Initiative schreiben. Darin geht es um die Initiative selber: was will sie, warum ist man dafür oder dagegen, wer sind die Beteiligten. Dann geht es in einem anderen Beitrag um die Varianten des Gewerbeverbandes.

Was will die Initiative?

Die No Billag Initiative ist eine Eidgenössische Volksinitative „Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren“. In der Schweiz treibt diese Gebühr ein vom Bund beauftragtes Unternehmen ohne Gewinnabsicht ein. Die sogenannten Billag-Gebühren. Durch die Initiative soll die Bundesverfassung geändert werden.
Der Initiativtext lautet:

Art. 93 Abs. 2–6
Bisheriger Abs. 3
Der Bund versteigert regelmässig Konzessionen für Radio und Fernsehen.
Er subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen. Er kann Zahlungen zur Ausstrahlung von dringlichen amtlichen Mitteilungen tätigen.
Der Bund oder durch ihn beauftragte Dritte dürfen keine Empfangsgebühren erheben.
Der Bund betreibt in Friedenszeiten keine eigenen Radio- und Fernsehstationen.

Das bedeutet, dass Konzessionen versteigert werden, der Bund keine Subventionen zahlen und keine Dritte damit beauftragen darf. Damit schafft man die Billag-Gebühren ab. Die Konzessionen sich wichtig, denn sie legen Leistungsaufträge fest und verleihen einen privilegierten Zugang zu technischen Verbreitungsinfrastrukturen. 13 Regional-TV, 12 kommerzielle und 9 komplementäre Lokalradios haben zudem Anspruch auf einen Anteil an den Empfangsgebühren.

Aber was heisst das nun? Die Bedeutung der Initiative

In der Schweiz hat man die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR.
Die Einnahmen der SRG sind zu 75 % Gebührengelder, 14 % aus TV-Werbung, 3 % Sponsoring, 3 % Programmverkäufe. Die restlichen 5 % kommen aus Bundesbeiträge für swissinfo.ch und tvsvizzera.it, für die Zusammenarbeit mit 3sat und TV5 Monde, aus Dienstleistungserträgen der Gebäudevermietung, Einnahmen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Sat-Access-Karten sowie Einnahmen aus dem Verkauf von Liegenschaften (z.B. Gebäude, Grundstücke). Das bedeutet ohne die Gebühr fallen 75 Prozent der Gebühren als Einnahmen weg. (wer genau wissen will wie sich nicht nur die Prozentzahlen aufteilen, sondern auf die Frankenbeträge haben will, kann sie hier ansehen)

Um die Besonderheit der Schweiz zu kennen, muss man ein klein wenig in das Mediensystem blicken:
Die Schweiz hat vier Landessprachen: Deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch.  Die SRG teilt sich in diese drei Landessprachen auf: SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) sendet in der Deutschschweiz. Die Romandie erhält die RTS (Radio Télévision Suisse). Das Tessin besitzt Radiotelevisione Svizzera (RSI) und Graubünden Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR).

Auch die Einwohner in den spezifischen Regionen erschwert die normale Produktion von Sendungen in der Schweiz. Obwohl ungefähr 94 Prozent der Schweizer Sender der SRG konsumieren, unterscheidet sich die Einwohnerzahl sehr stark unter den Regionen.
Laut dem Mehrheitsverhältnis nach der BFS-Erhebung 2010 sprechen 73,3 % der Schweizer Deutsch, 23,4 % der Schweizer französisch, 6,1 % der Schweizer italienisch und 0,7 % der Schweizer räterormanisch. Da ist bedeutet für die No Billag Initiative, denn die Deutschschweiz kompensiert die Einnahmen der anderen Regionen.

Durch die Viersprachigkeit wird natürlich die Finanzierung der Programme teurer. Man braucht Unternehmen, die für ihre eigene Regionen produzieren. Es reicht eben nicht, dass man ein Format macht und dies übersetzt. Erstens würde die regionale Politik darunter leiden, weil sie keine Informationen an die Bevölkerung bringen kann. Zweitens interessiert man sich eher für Programme aus der Region. Was hilft es einer Person in Genf zu wissen, was in Luzern bestimmt wird? Genauso gilt dies anders herum. Also müssen Unternehmen her, die für ihre Region selber produzieren. Da dies durch die Sprache geteilt wird, werden mehr Arbeitnehmer benötigt. Dadurch steigt der Preis und das Produkt wird teurer.

 

Pro Argumente: Ja zu No Billag

– Die Billag Initiative setzt genau an den Kosten an. Ihr sind diese zu hoch und wollen, dass diese gesenkt werden. Zudem finden sie es ungerecht, dass alle Schweizer zahlen müssen, auch wenn sie kein TV-Gerät oder Radio besitzen.
– Zudem wird die Gebühr  gerne als Zwangsgebühr aufgefasst und die SRG als Staatssender (die linksgrünversiffte Lügenpresse ist da noch harmlos). Die Gebühr wäre zudem undemokratisch und eine Kopfsteuer.
– Viele Befürworter sagen, dass es eine Bevormundung ist und einem vorgeschrieben wird welche Medien man zu sehen hat.
– Die Informationssendungen der SRG zeigen nach den Befürwortern lieber linke Inhalte, als liberale und rechte Vorstellung.
– Die SRG ist ihnen zu gross geworden und sie soll sich mehr auf ihre eigenen Leistungen besinnen.
– Die SRG dominiert den Medienmarkt und kleinere Sender und Programme können sich durch die Monopolstellung der SRG nicht etablieren. Ohne Konzession würden sich mehr Unternehmen etablieren, die bisher mit der SRG als Monopol keine Chance hätten.
– Auch ohne Gebühren würde sich eine SRG finanzieren, denn die Bevölkerung will neutrale Informationen und wäre bereit auch dafür zu zahlen.
Deswegen heisst die Initiative No Billag, ja SRG.

Contra Argumente: Nein zu No Billag

Für die Gegner gehört die Billag und die SRG zusammen.
– Ohne die Gebühr der Billag würde die SRG pleite gehen, da ihr 75 Prozent der Einnahmen fehlen würde. Werbung, wie wir an der Verteilung der Sprachen und der Bewohner gesehen haben, kann diesen Ausfall nicht kompensieren. Zudem ist es unrealistisch, dass man auf einem kleinen Markt, wie die Schweiz einer ist, mehr Werbung generieren kann. Ausserdem stagniert die Werbeeinnahmen in Radio und Fernsehen  aller Sender seit 20 Jahren. Im Internet ist es durch diverse Adblocker und Unterdrücken der Werbung vor Videos schwierig richtig Geld zu verdienen. Dies kann nur einige Prozent der Einnahmen generieren. Also besteht daher keine Chance den Wegfall zu kompensieren.
– Die Schweiz ist eine Willensnation, die durch neutrale Informationen zusammengehalten wird. Informationen werden durch die SRG kostengünstig durch die Beitragszahler finanziert.
– Auch in der Demokratie spielt die SRG spielt eine grosse Rolle, denn sie berichtet unabhängig und neutral. Die braucht eine direktdemokratische Nation, da sonst bestimmte Meinungen gekauft werden könnten. Durch den Wegfall der SRG würde demnach die Demokratie leiden, da man tendenziell geprägte Meinungen konsumieren würde.
– Die SRG bezieht die Minderheiten ein. So hat sie einen rätoromanischen Radiosender und Fenster im SRF 1. Ohne die Gebühr würde dieser Minderheitenschutz wegbrechen.
– Die Schweiz hat jetzt schon einen sehr hohen Druck von ausländischen Sendern. Da sie in den Landesteilen auch die Privatsender und öffentlich-rechtlichen Sender der  Nachbarn bekommt, braucht es einen starken Player auf dem Markt. Dies ist die SRG.
– Durch die Versteigerung der Konzessionen können sich ausländische Sender einen noch besseren Stand in der Schweiz kaufen. Möglich ist auch, dass reiche und starke Schweizer Fernsehsender die Konzessionen für ihre Zwecke kaufen. So ist die Inhaberin der Basler Zeitung die Tochter von Blocher. Der wiederum ist SVP-Vorstand. Somit könnte durch politische Färbung die Meinungen geändert oder gesteuert werden. Das ist gefährlich für eine direktdemokratische Nation.
– In bestimmten Regionen wohnen wenig Menschen, wodurch sich ein Sender sich betriebswirtschaftlich nicht lohnt. Dadurch würden sich diese Menschen abgehängt fühlen und keine Informationen bekommen. Es würden dann nur Privatsender laufen und diese haben keine Nachrichten. Ausländische Sender senden zwar Nachrichten, aber die Schweiz ist da nur beim Wetter erwähnt.

No Billag: die Initiative weiterlesen

Von Twitter zur schweizer Abstimmung nach Deutschland

Gestern habe ich zu diesem Tweet folgendes geschrieben:

Es ging um die «Abstimmungsarena»: Finanzordnung 2021 vom SRF. Es ging um die Abstimmung über die weiterere Erhebung der direkten Bundessteuer und der Mehrwertsteuer. Diese läuft 2021 aus und der Bund ändert für die weitere Verwendung dieser beiden Steuern das Gesetz, sodass darüber abgestimmt werden muss.

Was hat mich nun so geärgert?
Es geht um die Gäste der Unabhängikgeitspartei UP, die eine neue Finanzordnung fordert. Sie argumentiert, dass die „zur direkten Bundessteuer verkommene Steuer des Zentralstaats und seine Mehrwertsteuer endlich zu beenden“ ist. (das steht so auf deren Internetseite). Damit würden die Steuerkompetzenz an die Kantone und Gemeinden zurückkommen und die Selbstbestimmung der Kantone und Gemeinden gestärkt. Das ganze Argumentatorium ist zu finden: Hier.
Nun, der Hacken an der Sache ist, der Präsident der UP und im Komitee „Nein zur Finanzordnung 2021“ und der Vorstand (Simon Scherrer und Silvan Amberg) haben sich immer wieder widersprochen.
Auch auf twitter bekam ich Gegenwind von ihm, aber niemand kann mir sagen, was mit dem Ausfall der rund 45 Milliarden, was 64.4% der gesamten Bundeseinnahmen ausmachen, passiert. Normale Menschen würden sagen, dass ganze System bricht weg. Aber so einfach scheint es nicht zu sein, denn irgendwer wird ja dafür aufkommen. Die Frage ist nur wer. Auch die eingeladenen Personen konnten das nicht sagen.
Da war die geladenene Inkompetenz vorhanden: Sie wollen weniger Staat und weniger Steuern. Die Frage ist, wer kompensiert den Ausfall? Sie denken, dass der Staat immer weiter wächst, die Schweiz einen Zentralstaat ist und deshalb die Steuern an die Kantone zurückgetragen werden sollen.
Die Folgen für AHV, Bildung, öffentliche Einrichtungen, Forschung sehen die gar nicht. Sie wissen nicht wie der Geldfluss von Bund an die Kantone zusammenhängt.
Denn ein Ausfall von 64.4% gilt ja eben diesen Kantonen, die mehr Kompetenzen bekommen sollen. Kurt und einfach gesagt nimmt der Bund die Bundessteuer und die Mehrwertsteuer ein. Mit anderen Steuern werden diese auf die Kantone verteilt. Dabei wird um Ausgleich geschaut: die Kantone mit weniger Steuereinnahmen aus kantonalen Steuern bekommen mehr Geld als die anderen Kantone. So ist das auch in Deutschland mit den Ausgleichzahlungen des Bundes.

Ich könnte jetzt auch noch über das „sozialistische Konstrukt der AHV“ sprechen. Wobei bemerkt sein muss sozialistisch und soziales ein riesen grosser Unterschied ist.

Aber was mich aufregt und was ich nicht verstehe: wie können solche Leute, die bei bestimmten Fragen im luftleeren Raum stehen, so weit nach oben kommen, keine Ahnung von dem politischen System der Schweiz haben (die sind hier in die Schule gegangen und wollen hier Politik machen), mit ihren Forderungen gegen Gesetzte verstossen?
Das ist ja auch der Fall bei der Abstimmung „No Billag“, bei der die Fernsehgebühr abschaffen will. Der Vorsitzende des Gewerkschaftsverbundes machte letzte Woche einen Plan B, der gegen Gesetzte verstösst. Dieser Plan B kann nicht umgesetzt werden, denn die Forderung darin verstösst gegen geltende Gesetzte, die nicht mit der Initative geändert werden.

Ich dachte immer, dass Leute in solchen politischen Gremien sich auskennen müssen, wissen welche Gesetze wie tangiert werden und wie welches Gesetze mit anderen zusammenhängen. Das ist nicht so.

Und dann ist da ja auch noch die Situation in Deutschland, die ich nicht ertragen kann. Die Sache mit der SPD. Wie kann eine Partei ihren kompletten Nachwuchs so austricksen? Was passiert, wenn die Mitgliederbefragung nicht beachtet wird? Die SPD hat sich doch komplett unglaubwürdig gemacht. In vier Jahren wird wieder gewählt (und ich muss in Bayern im Oktober wählen, was eine Klatsche für die CSU sein wird). Niemand der Vorsitzenden der SPD denkt weiter als vier Jahre. Die Politikverdrossenheit wird zunehmen, mehr Wähler für die AfD und weitere extremistischen Forderungen und Aktivitäten am rechten Rand. Die Jusos sieht das, der Vorstand der SPD nicht. Dabei liegen die Fakten Glas klar auf dem Tisch.
Da läuft doch etwas falsch, oder?

 

Selbstvertrauen in eigene Fähigkeiten

Ich sitze seit Wochen an einer schriftlichen Arbeit und habe seit vier Tagen nichts mehr geschrieben. Mir fallen keine Wörter mehr ein und zweifle an meinen Fähigkeiten. Im Moment mache ich ja nichts anderes als irgendwas zu schreiben, zu recherchieren, zu kritisieren und abzuwägen. Aber jetzt bin ich in einer Schaffenskrise, denn ich zweifle an meinen Fähigkeiten.

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Gefangen im System

Gestern habe ich vor Wut geweint.
Ich hatte so eine Wut auf das ganze System, in dem ich gerade feststecke. Im Moment fühle ich mich, als ob nichts vorwärts geht und alles beim alten bleibt.
Ich habe es satt immer irgendwelchen bürokratischen Müll zu machen und mich mit der Universität auseinander zusetzten. Ich bin es Leid mir immer eine andere Möglichkeit auszudenken um dennoch mit dem Studium fertig zu werden und dann festzustellen, dass diese nicht funktioniert.

Ich bin wieder in der gleichen Situation wie nach dem Bachelor. Dort konnte mir ein Seminar, dass ich erfolgreich absolviert hatte, nicht angerechnet werden. Der Professor hat keine Note in die Liste beim Sekretariat eingetragen, obwohl ich die gewünschte Leistung geschrieben und vorgetragen hatte. Die ganze Bürokratie deswegen hatte drei Monate gedauert, denn die Sekretärin war im Urlaub, antwortete nicht, arbeitete nur an drei Tagen, hatte sonstiges zu tun. Letztendlich habe ich es geschafft, irgendein anderes Seminar anrechenbar zu machen.

Nun, kurz vor dem Abschluss stellt sich heraus, dass ich für dieses Semester in keine Vorlesung oder Seminar eingeschrieben bin. Wieso? Ich habe mein Fach gewechselt und es gab irgendwelche Schwierigkeiten. Genau kann ich es nicht sagen. Nachdem ich mit allen Professoren, bei denen ich dieses Semester Kurse hatte, diese Situation mitteilte und um Kulanz bei der Prüfung fragte, wurde ich an die Sekretärin weitergeleitet. Diese wiederum meinte, sie könne mir diese Kurse erst im Sommer anrechnen lassen. Jetzt kann ich mich wieder um eine Verlängerung des Bafögs kümmern. Aber keine Angst, da kenne ich mich mittlerweile aus.

Es geht ja noch weiter: jedes Semester werden Kurse vorgegeben, die man sich auswählen kann. Gleichzeitig hatte ich wegen dem Wechsel eine Studienfachberatung. Dort wählten wir die Kurse, die ich mir anrechnen lassen kann und die mir noch fehlten, aus. Anfang Dezember schrieb ich nun allen Professoren und es stellte sich heraus, dass ich mir einen Kurs seitens meines Studienfachs nicht anrechnen lassen kann.
Aber ich habe ja zwei Meinungen: Assistentin vom Professor des Kurses selber („das können Sie sich anrechnen“) und vom Sekretariat meines Studienfachs. Nun, der Kurs ist sowohl in der Auswahlliste des Studienfachs vorhanden, als auch mit der Studienfachberatung abgesprochen. Jetzt tauchte er natürlich nicht in meinen bereits abgeschlossenen Kursen auf.
Frage: Wem soll ich glauben? Mit wem soll ich sprechen?

Ich habe dauernd solche … Probleme. Meine Wut bezieht sich auf die Inkompetenz und das Weiterreichen. Niemand fühlt sich zuständig, bei Hilfe bekommt man ein ganzes blablabla und ich muss selber sehen, wie ich zurecht komme.

Das ist natürlich auch nicht förderlich für meine bevorstehende Praktikumssuche. Die Chance für ein Praktikum reduziert sich immer weiter. Und auch das kotzt mich an, es macht mich wütend.
Jetzt denke ich weniger an die Suche nach, als einfach nur wie ich möglichst schnell irgendwelche Kurse anrechnen lassen und möglichst schnell abschliessen kann.

Wenn man aus der Reihe tanzt und keine Standardprobleme hat, wird einem einfach nicht geholfen. DAS ist meine Erfahrung. Und das nicht nur aus diesem jetzigen Problem, sondern auch aus anderen Auseinandersetzungen.

 

Ganz normale Startschwierigkeiten im Semester

Zuerst einmal wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern einen guten Anfang für das neue Jahr. Also frohes neues Jahr alle miteinander.
Es ist anfangs Jahr, also Zeit für eine Rückschau auf das letzte Jahr. Ich möchte aber eine erweiterte Rückblende machen. Wo stehe ich und was habe ich bisher erreicht.
Heute wirken immer noch ganz normale Schwierigkeiten, die ich am Anfang meines Masterstudiums hatte, nach.

Erstens fing es mit einer E-Mail von meiner Universität an, in der mir ein Kurs für den Abschluss zum Bachelor fehlen würde. Dann bin ich in genau der Zeit in eine WG gezogen und musste mich um deren Finanzierung kümmern. Die Fachschaft wollte einige Unterlagen von mir und ich lernte meinen Freund kennen, der sich nach dem Studium um einem Job bemühte. Gleichzeitig waren Freunde von mir bereits fertig und gingen zurück in die Heimat oder suchten sich eine neue Universität.
Ich musste mich also um folgendes kümmern:
1. Die Anrechnung eines Kurses, den ich sowieso schon gemacht hatte, aber nicht wie versprochen eine Note erhielt.
2. Die Finanzierung der Kaution für die Miete, die mir meine Eltern auf Kredit versprochen hatten, aber wieder zurückzogen (aus Gründen) und ich demnach nicht mehr hatte.
3. Die Waterei auf das Bafög, das nicht kam und ich mir die Miete nicht mehr leisten konnte. (Anruf beim Amt mit erhaltener Antwort: „Wir wissen nicht, wann das Geld kommt. Miete nicht zahlen? Das ist Ihr Problem.“)
4. Die Entwicklung des Freundeskreises, der sich allmählich aufzulösen drohte und ich alleine dastand.
5. Da ich Kaution und Miete nicht mehr zahlen konnte, konnte ich auch nicht in mein zuvor eingereichtes Zimmer in die WG ziehen. Mir wurde von der Verwaltung der Schlüssel weggenommen. Ich konnte die Wohnung erst wieder haben, wenn ich die Miete und die Kaution bezahlen konnte. (Was mir nicht möglich war, da das Bafög auf sich warten lies und keine Kaution weit und breit auf dem Bürgersteig liegt. Mein Freund hat mich bei sich aufgenommen, sonst hätte ich nicht gewusst wohin.)

Also ich mitten im Druck, Unsicherheit und Behördensinn befand, schrieb ich dem psychischen Notdienst der Universität eine E-Mail und erklärte meine Situation.
Erst einmal musste ich auch hier um eine E-Mail warten. Ich schichte also nach zwei Wochen wieder eine E-Mail hin. Nach drei Wochen nach meiner ersten Mail kam eine Antwort mit „Ich war im Urlaub.“ zurück. Super, ich gehe als Ski-Lehrer auch im Winter von Januar bis März in den Urlaub, weil ich nicht davon ausgehe keine Kunden zu haben.

Während des Termins malte der Berater drei sich im Mittelpunkt überschneidende Kreise auf ein Blatt Papier. Die Kreise sollten die Sphäre Beruf/Studium, Familie/Freunde und Privatleben erklären. Darauf wäre der Mittelpunkt, in dem sich alle Kreise Überschneiden das perfekte Zusammenspiel aus allen Bereichen. Original sagte er dann auch zu mir: „Sie haben einfach Startschwierigkeiten. Die sind ganz normal. Das legt sich wieder. Machen Sie doch einfach mehr Sport.“

Vielen Dank für die Hilfe: wenn man die komplette Lebensgrundlage entzogen bekommt, macht man einfach mehr Sport.

Rückschläge überwinden

Jeder Mensch hat in seinem Leben Rückschläge, mit denen er fertig werden muss. Da bekommt man die Gehaltserhöhung nicht, die man sich versprochen hat. Der Andere bekommt den Job nicht, den er sich gewünscht hat. Wieder andere Menschen bekommen den Partner nicht, den sie sich gewünscht haben oder die Beziehung geht auseinander. All dies muss irgendwie mental verarbeitet werden. Manchmal kann das schwierig sein und manchmal nicht ohne Hilfe.
Ich kenne zu genüge solche Rückschläge.
Da war vor einiger Zeit ein Praktikum beim Auswertigen Amt in Bulgarien, das ich nicht bekommen habe. Ich brauchte eine Bestätigung der Universität, dass dies ein Pflichtpraktikum ist. Das habe ich nicht bekommen. Und damit das Praktikum nicht.
Das war direkt nach meinem Abschluss des Bachelors und hat mich schon sehr mitgenommen, da ich nicht nur bei einer Studienberaterin angerufen hatte.

Was habe ich gemacht um das zu verarbeiten?
Ich finde es immer noch sehr unfair, dass es nicht geklappt hat. Denn es war eine einfache Unterschrift wie „Das Praktikum hilft Eva die Kenntnisse des Studiums in der Praxis anzuwenden. Die Universität unterstützt das. Deshalb kann sie das Praktikum machen.“ hätte vielleicht geholfen, vielleicht nicht. Ich weiss es nicht, da es nie zu diesem Schriftstück gekommen ist.

Dann habe ich einen Master angefangen und eben so weitergemacht. Es blieb und bleibt mir nichts anderes übrig als Bewerbungen zu schreiben und Absagen zu bekommen. Manchmal ist es einfacher und ich habe richtig Motivation und dann nach weiteren Absagen bin ich demotiviert.
Dann denke ich zurück und weiss im gleichen Augenblick, dass es mir nichts bringt in die Vergangenheit zu schauen. Aber auch das ist menschlich und normal.
Dann denke ich mir, wie es wohl gewesen wäre, hätte ich das Praktikum bekommen. Im Ausland. Konzentriere mich aber wieder, dass ich nicht in der Vergangenheit lebe, denn so kann man die Zukunft nicht gestalten. In solchen Zeiten lenke ich mich ab und versuche etwas anderes zu machen um nicht tiefer in solche Gedanken zu rutschen.

Es wird immer schwieriger je länger man nicht gearbeitet hat, das weiss ich. Und auch das ist Teil des Rückschlages, das ich zu verarbeiten habe. Ich bin leider realistisch genug, um genau das zu sehen: ich werde älter.
Manchmal ist es einfacher damit klar zu kommen, manchmal schwieriger.

Mein Familien-Leben

Ich sag es direkt heraus: seit mehr als zwei Jahren habe ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern. Keine Karte, keine E-Mail, keine Anrufe, kein Besuch. Ja, ich habe den Kontakt abgebrochen.
Jetzt kommen die glücklichen Leute mit einer Familie und sagen, „das darfst du doch nicht machen.“ Doch, ich meine, ich darf das.
Freunde werden auch ersetzt, wenn man von ihnen dauernd unterdrückt, klein gehalten und nur akzeptiert wird, wenn man nach der Pfeife der Freunde tanzt. Man ist dauernd unter Druck und versucht sich so zu verhalten wie die Vorstellung des Freundes ist. Da bekommt man keine Sprüche wie „Versuch es doch einmal, das wird schon wieder, das ist nur eine Phase“ zu hören. Die meisten Menschen haben in diesem Fall Verständnis.

Warum ist das bei den Eltern anders? Auch die können für die Entwicklung eines Kindes schädlich sein. Auch sie können dem Kind alles vorschreiben und verbieten, „nur damit er/sie es besser hat als wir“. So kann das Kind keine Entscheidung selber treffen, wodurch das Selbstbewusstsein leidet. Es baut keine eigenständige Persönlichkeit auf.
Bei mir war es so: jede Entscheidung wurde mir vorgeschrieben und eigenständiges Verhalten wurde unterbunden.
Leider hat diese Einsicht viel zu lange gedauert. Die meisten Menschen sind unsicher, was genau sie in dieser Situation machen können. Andere Menschen denken wiederum, dass man übertreiben würde oder ich selber etwas gemacht hätte um eine solche Situation zu provozieren. Dies ist nicht so, denn bei strengen Eltern ist ein einfaches Zuspätkommen reine Provokation. Denn man ist ein gutes Kind, wenn genau diese Vorstellungen  der Eltern eintreten. Das das irgendwann nicht mehr gut gehen kann, versteht sich von selbst. Aber die Eltern „haben das ja nur gut gemeint“. Man steht also als Böse da, weil man niemanden gerecht werden kann: den anderen Leuten nicht, denn sie denken negativ über einen; den Eltern, die eine konkrete Vorstellung über das Leben des Kindes haben; das Kind hat aber eine komplett andere und muss damit klar kommen, das sich dieses nicht erfüllt.

Aus diesen Gründen habe ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern. Ich will auch gar keinen mehr.
Das bedeutet allerdings auch, dass ich keine Eltern auf meiner Masterfeier haben werde, keine Eltern, die Stolz auf mich sind, wenn ich eine Stelle bekomme, wenn ich irgendwas anderes geschafft habe. Das bedeutet auch, dass ich mich selber motivieren muss, keine Familie habe, die Stolz und freudig ist.

Warum komme ich damit um die Ecke?
Damit möchte ich erst einmal aufklären, dass nicht jede Familie Friede-Freude-Eierkuchen ist. In Familien wird versteckte Gewalt ausgeübt, von denen die meisten Menschen wegsehen. Sie sehen weg, denn das ist nicht die Vorstellung einer Familie. Eine Familie hat sich gern zu haben, für einander da zu sein. Alles andere ist nicht im Blickwinkel. Es ist daher nicht verwunderlich, dass das Gewalt in Familien oft nicht ernst genommen wird und viel zu spät aufgedeckt wird. Nur die härtesten Fälle, mit Tot vom Kind, Krankenhausaufenthalt und Arztbesuch des Kindes oder der Eltern werden ernst genommen. In solchen Fällen wird etwas gemacht. Die versteckten Fälle, in denen nur der Nachbar oder die Schulkollegen etwas mitbekommen, bleiben oft unter der Decke. Das finde ich ungerecht.
Deshalb würde ich gerne, in Zukunft, einen Verein gründen für Menschen, die keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern haben. Untereinander zu helfen und Selbsthilfe ist auch dazu da, dass man sieht man ist nicht alleine. Das finde ich wichtig.

Der Weg des Lebens

Willkommen zurück, oder so ähnlich. Es war eine ganz Zeit sehr still, weil ich persönliche Probleme erst einmal klären wollte. Doch irgendwie hat jeder Mensch Probleme.
Es ist wie, wenn man über Stock und Stein geht.
Ein mal sind die Steine grösser, ein anderes mal sind sie kleiner.
Über kleinere Steine kann man einfach hinweggehen. Grössere Steine müssen überklettert werden.
Das Erklimmen der Steine braucht Zeit und Kraft. Man braucht vor dem Erklimmen Kraft um überhaupt hinüber zu kommen. Nach dem Erklimmen braucht es Zeit um sich wieder zu erholen.
Manchmal geht man auch am Strand spazieren und schaut sich verträumt den roten Sonnenuntergang an. Man erkennt wie die Sonnenstrahlen auf das Wasser treffen, und die Sonne noch ganz rot in das blau-schimmernde Wasser eintaucht. So steht das Wasser still da und keine Welle rührt sich.
Dann geht man vom Wasser weg und kommt nach einiger Zeit im Landesinnere auf ein Sumpfgebiet.
Im Sumpfgebiet existiert leider kein richtiger Weg, sodass man selber schauen muss wo man hingeht. Zuerst ist es noch interessant durch die Äste, Bäume und Sträucher zu laufen.
Aber plötzlich bleibt man hängen und versingt etwas. Da kann man sich noch befreien, aber nach einigen Schritten ist es nicht mehr so einfach. Man bleibt einige Zeit stecken und gibt seinen Schuh auf.
So läuft man aus dem Sumpfgebiet mit nur einem Schuh heraus und kommt in einen Wald an. Aber man hat die Orientierung verloren.
Der eine findet aus dem Wald heraus. Der andere bleibt im dunklen Wald zurück und sucht in der Dunkelheit den Weg zur Lichtung.

konzept.los.leben

komplexe PTBS - Depressionen

Mrs. Tingley

Gedankenpurzelbäume

smartphoto78

.....................................................................Es gibt Bilder, die misslingen. Aber ich mache Fotos nicht, um sie in die Schublade zu tun. Sie sollen gesehen werden. Ob man sie liebt oder nicht, ist mir vollkommen egal. – Helmut Newton –....................................................................

Gedankenorbit ...

... die Umlaufbahn der Gedanken, Wünsche, Fragen und Sehnsüchte eines Sternflüsterers

Stark bleiben

Depression, Essstörung, Sensibel, Einsam, Unverstanden, Verloren...

des Grafen Lesestunde

Willkommen auf dem Bikini Atoll, meinem Testgebiet für Schreibübungen, Buchstabentänze und Wortgemälde. Warum das Ganze? Damit ich nicht nur für mich selber schreibe, sondern vielleicht auch jemandem eine kleine Freude mache. (unkorrigierte Basisfassungen, ich habe leider keinen Lektor)

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

11k2

11.200 m/s: Zweite kosmische Geschwindigkeit. Genügt, um die Erde zu verlassen.

neuinfrankreich

ein Sprung ins kalte Wasser und vom Leben als (frischgebackene) Mama

besserefotos.wordpress.com

Alexander Trost: Bessere Fotos mit der (digitalen) Spiegelreflexkamera, Kompaktkamera & Bridgekamera. Immer neue Foto-Tipps und Foto-Aufgaben!

Agnes Podczeck

Alltagsimpressionen, Zeichnungen und Fotografien

ich mach es anders

It's easy being green - Just do it!

Schreiben und lesen lassen

Haus- und Hofberichterstattung aus der Villa Fjonka

Hinterhand

(Umwelt-)bewusst leben geht auch ohne viel Geld.

Mein achtsames Leben

Achtsamkeit und Meditation im Alltag mit Kind (und Mann und Kaninchen)

antetanni

(M)ein kunterbunter Blog rund um Nähen, Fotografie, Wandern, Kochen und viele andere schöne Dinge.

Weniger ist mehr Leben

Weniger Plastik. Weniger Abfall. Weniger Zeug. Mehr Leben.

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