Noten

Nun ist wieder Ende des Semesters und die Notenbekanntgabe stehen an. Als ich mit dem Master angefangen habe nahm ich mir vor so gut wie möglich zu sein. Jetzt am Ende habe ich gemerkt, dass Noten so vom Professor abhängen. Ich kann nicht viel dafür tun.
Mittlerweile sind meine Noten so abgesunken, warum weiss ich auch nicht. Es ist nicht so, dass ich weniger mache, sondern mehr. Es ist nicht so, dass ich mich weniger beteilige, sondern genau gleich. Es ist nicht so, dass ich schlechtere Begründungen habe, sondern eher bessere. (man lernt ja im Laufe dazu)

Nehmen wir dieses Beispiel einer Vorlesung, denn da habe ich ein Feedback bekommen. Ich mag Feedback, denn man kann sich verändern.
So heisst es:“ Ist immer wieder aufgefallen durch eigene Positionen und Interpretationen der Texte.“ und weiter :“Argumentation, war jedoch oft zu ungenau und hat sich sehr weit vom Text entfernt.“
Also was im ersten Teil so positiv klingt – wow sie hat eine eigene Meinung und interpretiert sogar – ist eigentlich für diesen Professor negativ. Denn wir arbeiten schliesslich mit irgendwelchen Texten. Und da soll man doch schliesslich mit den Texten arbeiten.

Nun hatten wir auch reading responses zu schreiben. Ich veröffentliche hier zwei. Der erste ist der schlechteste, der zweite der bessere. Der erste entfernt sich zu stark vom Text. Woraufhin ich im zweiteren stark am Text blieb.

Hier nun der erste: 1 reading resonse

Hier nun der zweite: 3 reading resonse

Abschliessend zu sagen: nicht die Kritik an der ungenauen Argumentation macht mir was aus, sondern die der eigenen Position und der eigenen Interpretation. Bisher war ich immer stolz darauf, meine eigene Meinung vertreten diese auch begründen zu können. Das ist keine Kritik, sondern ich fühle mich in einer Charaktereigenschaft kritisiert.
Ich war auch immer der Meinung, dass man diese in Seminaren vertreten kann. (Im Bachelor war das nie irgendwie hinderlich – sondern da wurde man erzogen diese zu sagen und zu begrünen, worauf ich auch oft genug gute Noten erhielt) Jetzt merke ich, dass die gar nicht gewünscht ist.
So habe ich im ganzen Seminar eine 4,5 bekommen. Ich bin nicht zufrieden mit der 4.5. Ueberhaupt nicht.

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Integration in einem anderen Land

Integration hat für mich sehr viel mit der Sprache zu tun. Sich verständigen zu können ist das wichtigste, wenn man wo anders hinkommt. So kann man mit anderen Menschen kommunizieren.
Wie man weiss wohne ich in der französisch sprechenden Schweiz. Ich habe hier meine Universitäts-Ausbildung gemacht. Mal mit mehr, mal mit weniger Schwierigkeiten.
Doch besonders bei der Sprache hatte ich grössere Probleme. Nicht, dass ich nicht willig gewesen war. Doch seitens der Universität wurden mir immer wieder Steine in den Weg gelegt. Würde ich nochmal hier studieren? Würde ich sie nochmal empfehlen? Unter Vorbehalt. Vorlesungen waren okey. Doch mein Studium würde ich nur für Studenten empfehlen, die wirklich gut französisch sprechen. Sonst würde ich es nicht empfehlen.
Denn Hilfe beim Erlernen bekommt man nicht. Es existiert zwar eine Sprachschule an der Universität. Doch hilfreich sind sie nicht. Ausserdem wird man nicht für die Universität vorbereitet. Man wird in einem starren Sprachrahmen vorbereitet und alles andere wird weggelassen. Mit einer einzigen Ausnahme: Jus. Für Jus-Studenten existiert in der Sprachschule einige Ausnahmen. So können Deutschsprechende extra Kurse für Jus auf Französisch belegen. Alle anderen haben diesen Vorteil nicht.

Was hatte ich Probleme französisch zu lernen hier. Ich bin nicht nur einmal aus dem Raster gefallen, sondern gleich mehrmals.
Ich stand irgendwann zwischen zwei Stufen. Man muss zur Einordnung einen Online-Test machen. Dieser fiel bei mir auf die niedrigere Stufe. So schrieb ich der Sprachschule, ob ich trotzdem in die höhere Stufe wechseln könne. Denn ich hatte diesen Kurs bereits besucht. Die Antwort war: Nein. Dann ist das nicht Ihre Stufe.
Was soll man da machen? Normals einen Kurs besuchen und nochmals etwas lernen, was man bereits kennt?

Naja, ich werde französisch in der Deutschschweiz vertiefen. Irgendwie witzig, oder? Da denkt man, dass man leichter lernt, wenn man mit der Sprache umgeben ist. Falsch. Ich lerne einfacher, wenn ich mit Leuten zusammen bin, die auch die Sprache lernen. Und dies ist in der Deutschschweiz der Fall. Hier wird man komisch angeschaut, verbessert auf eine unfreundliche Art, wenn man die Sprache nicht komplett richtig kann. Ausprachefehler verzeihen Franzosen wenig. Sie korrigieren dich. Manchmal nett, oft unfreundlich. Offen ist das Klima hier auch weniger für Leute, die langsamer sprechen und sich nicht so gewählt ausdrücken können.

Wie ist das unter Studenten? Studenten sieht man nur so lange der Kurs stattfindet. Die Mitbewohner sind das wichtige. Richtige Freundschaft hatte ich nur während dem Studium. Nach dem Studium sieht man sich nicht mehr wieder. Auch das musste ich lernen. Denn ich dachte, dass man sich zumindest wiedersehen kann. Man durchlebt nur das Studium zusammen, wie Arbeitskollegen. Wenn man die Arbeitsstelle wechselt hat man auch nichts mehr mit den ehemaligen Kollegen zu tun. So ist das mit Studenten. Wenn man sein Studium wechselt oder aufhört, dann verringert sich der Kontakt.

Das führte dazu, dass ich mich auf französissch sprechende Leute fokussierte. Nun, das hat nicht so wirklich funktioniert. Ich bin gegen die Mauer gerannt.
Aber wir ziehen bald in eine andere Stadt und ich bin mit dem Studium fertig.
Ich werde verdammt froh sein das hinter mir zu haben: Studium und Studenten. Verdammt froh.

 

DSGVO

Seit dem 25. Mai 2018 ist nun die DSGVO in der EU in Kraft. Die Datenschutzgrundverordnung, vor der so viele Blogger und Unternehmen und Vereine Angst haben.
In Deutschland waren die Medien voll mit Angstmacherei. In der Schweiz habe ich davon relativ wenig mitbekommen. Ich musste das von den Blogs, die ich lese, mitnehmen. Dann habe ich mich auch mal etwas damit auseinander gesetzt.

Um was geht es in der DSGVO?

Es bietet einen Datenschutz für Verbraucher an und diese können sich sozusagen ihre Daten zurückholen. Der grosse Knick ist allerdings, dass der Datenschutz schon davor in Kraft getreten war. Es hat sich nur keiner daran gehalten. Weder Twitter, Facebook noch Google und andere Unternehmen. Nun existiert ein europaweites Gesetz.
Dieses Gesetz spielt auf die Speicherung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten ab. Darunter gehören unter anderem Namen, Adressen, E-Mail, Kreditkarte, gespeicherte Einkaufslisten auf Amazon und anderen Shops und alle andere Daten, die man speichert oder verarbeitet. Der Seitenbetreiber muss eine Rechtsgrundlage schaffen, in der offen für Beteiligte zu erkennen ist, was sie mit den Daten machen. Das heisst, sie müssen offen legen, wie lange sie die Daten speichern, welche Daten sie speichern und ob sie diese an Dritte weitergeben. Twitter zum Beispiel hat eine geänderte Nutzungsbedingung herausgegeben, in der man anklicken konnte, ob man seine Daten an Dritte weitergeben mag oder nicht. Auch konnte man hochgeladene Kontakte löschen.
Ganz besonders viele Blogger haben jetzt Angst, dass die abgemahnt werden. Das halte ich für übertrieben. Blogger können gar nicht so viel speichern und verarbeiten, wie notwendig wäre um wichtige Informationen zu bekommen.

Was bedeutet das für Blogger?

Gar nichts. WordPress speichert zum Beispiel E-Mail, Blogname und Name. Wenn jemand auf WordPress einen Blog besitzt hat er schon deshalb sein Einverständnis gegeben, dass Daten gespeichert werden. Ein Blogger, der eine einfache WordPress-Seite hat, speichert ja nichts weiteres als die Weiterverbindungen zu seiner WordPress-Seite.

Was heisst das für meine Leser?

Also kommen wir nun zum Wichtigen: ihr braucht keine Angst haben. Bei mir sind eure Daten in guter Hand. Ich weiss wo ich hinklicken muss um eure E-Mail-Adressen zu kennen. Oft sind da aber auch die WordPress-Seiten angegeben. Das ist halt blöd, weil ich euch ja folge via WordPress. Ich stalke sozusagen.
Ich mache nichts mit den Daten, dafür bin ich viel zu faul. Niemand wird hier auch irgendwelche Daten kaufen wollen, dafür bin ich viel zu unwichtig.
Ich werte keine WordPress-Seiten aus, dafür stalke ich euch nur in dem ich euch lese.

Was bedeutet das für mich?

Nichts. Ich habe euch hiermit aufmerksam gemacht, dass ich nicht willentlich, aber von WordPress vorgegeben, E-Mails und die WordPress-Seite speichere, wenn ihr etwas kommentiert. Also eigentlich speichert WordPress diese und ich bin nur Nutzer eines Services. Die Daten liegen ja bereits bei WordPress und WordPress ist für die Löschung der E-Mail-Adresse und des Blogs zuständig, nicht ich. Ich kann nur Kommentare löschen. Also ist ein Kommentar nicht erwünscht, einfach melden.
Das ganze ist wieder ein Thema für Unternehmen, die jetzt schauen müssen wie sie Datenschutz umsetzten. Es wird in diesen Kreisen heisser gegessen, als gekocht. Also keine Panik.

Noch Quellen für diejenigen, die mehr wissen wollen:

Bafög und was man für das Leben lernt

Die liebe Agnes Podczeck schrieb einen Post über ihren Kampf mit den Behörden. Auch hat sie dazu hier aufgefordert selber einen zu schreiben. Gut, denn ich habe direkt zwei Geschichten zu schreiben. Denn ich kann sie sehr gut nachvollziehen.

Bei mir war es das wunderbare Bafög-Amt in Augsburg.
Aber fangen wir nun von vorne an.

Ich habe während dem Studium eine Pause gemacht und studierte deshalb nicht. In dieser Zeit bekam ich kein Bafög und keine soziale Unterstützung, denn ich bin ja im Ausland. Gut und schön. Meine Eltern, mit denen ich ja keinen Kontakt mehr habe, unterstützen mich überhaupt nicht. So hatte ich über ein halbes Jahr kein einziges Einkommen. Kein Cent. Die Miete, das Essen, die Bahn-Tickets, praktisch alles übernahm mein Freund. Wir wohnten damals noch in einer recht günstigen Wohnung. Ich setzte mich mit dem Amt auseinander und fragte um Unterstützung. Nein, bekomme ich nicht. Ich studiere ja nicht. Sonstige Hilfe? Keine Antwort. Ich bin ja im Ausland. In einem Land, das ja solche Probleme nicht hat und keine Armut kennt. Dort, wo die ganzen Reichen sind. Da müsste man selber also auch reich sein. Falsch.
Also war ich ohne Einkommen. Ein halbes Jahr.

Nachdem ich wieder angefangen hatte zu studieren bekam ich wieder Bafög.
Aber nicht einfach so: Unterlagen einschicken, warten, Geld bekommen. Nein. So einfach war das dann doch nicht. Fragen, warum ich länger studieren würde, meine nächsten Prüfungen, meine soziale Situation, warum meine Eltern mich nicht unterstützen, warum ich Pause gemacht habe, welche Prüfungen ich abgelegt hatte, warum es nur so wenig waren, warum ich nicht früher irgendwelche Schritte unternommen hätte um Pause zu machen (bei mir kommen mehr Sachen zusammen). Ich habe denen alles erklärt. Ich habe alles abgeschickt. Dann kam wieder nach einem halben Monat irgendwelche andere Fragen. Ich bin fast durchgedreht. Während der ganzen Pause vom Studium habe ich mich mit dem Amt auseinandergesetzt. Dokumente geschrieben und geschickt. Fragen beantwortet.
Ich habe mich praktisch bis auf die Unterhose ausgezogen und meinen ganzen Lebenslauf vor dem Bafög-Amt ausgebreitet.
Nicht, dass ich das nicht verstehen würde. Aber es ging manchmal wie Salamitaktik. Auf eine Frage eine Antwort, aber im nächsten Brief wieder eine neue Frage. In einem weiteren Brief wurde mir die erste Frage nochmals gestellt. Genauso ging es mit den Dokumenten: alle Dokumente geschickt, Brief bekommen mit der Aufforderung wieder Dokumente zu schicken.
Nach einem halben Jahr war alles geregelt und bekam Geld .

Jetzt durfte ich das aber jedes Semester machen. Unterlagen beantragen, Dokumente schicken, Warten. Warten auf gutes Gelingen und auf Vollständigkeit. Oft dauerte das einen halben Monat. Dann kam ein Brief zurück mit der Bitte nochmals irgendwelche Dokumente, die ich sowieso schon abgeschickt hatte, nochmals zu schicken. Dann zwei Monate später bekam ich erst das Geld.

Wenn das Amt seinen Job richtig machen würde, dann hätte ich kein Problem. Damit meine ich: alle Dokumente für einen Fall zusammen behalten, nichts verlegen, die Ansprechpartner kennen und diese kommunizieren, vergangene Dokumente nicht nochmals einfordern. etc.
Schwierig wird es, wenn ein zweites Amt involiert ist und dieses mit dem ersten Amt kommunizieren muss. Wenn das erste dem zweiten Amt Dokumente zuschicken soll, dann bin ich diejenige die eine Aufforderung des zweiten Amts bekommt um diese für Amt 2 noch fehlenden Dokumente abzuliefern. Da kann ich mich wieder mit Amt 1 auseinandersetzten. Die bearbeiten wieder und das dauert. Dann nach dieser Zeit wird irgendwann ohne meines Wissens Dokumente übermittelt. Ob es die richtigen waren, ob es vollständig ist; keine Ahnung. Weder habe ich Einfluss darauf, noch weiss ich welche Dokumente irgendwohin übermittelt wurden. So etwas stresst mich zustätzlich.

Was ich gelernt habe?
– Es ist nicht schlimm Geld von anderen Menschen anzunehmen.
Ich weiss wie es ist, wenn:
– man jahrelang auf Kosten meines Freundes lebt.
– man mit voller Angst zum Briefkasten geht.
– man ohne Krankenversicherung lebt.
– man Rechnungen nicht mehr zahlen kann, weil kein Geld vorhanden ist. Nicht wegen eigener Überschuldung, sondern aus der ausbleibenden Zahlungen vom Amt.
– man sich mit dem Amt auseinander setzten muss. Dauernd und nachhaltig und immer wieder.
– mit 10 Franken für zwei Wochen auskommen muss.

Es ist unfair und ist ungerecht. Es geht gegen mein Gerechtigkeitsgefühl, dass solche Situationen immer mehr Menschen passieren.

neues Design neue Seite

Meine Seite hat nun ein neues Gesicht. Es hat sich zwar nicht so sehr viel verändert, aber mir gefällt sie jetzt sehr viel besser.

Facebook – Seite 

Am Montag hatte ich auf Facebook angekündigt, dass ich die Facebook-Seite lösche. Ich dachte, dass Freunde auf Facebook öfters auf diese Seite gehen. Aber ich habe falsch gedacht. Es interessiert wohl dort niemanden, über was ich wie schreibe.
Aber ich poste dort auch andere Dinge, die ich im Internet finde. Aber auch dabei bekomme ich keine Kommentare oder Interaktionen. Wenn ich hier etwas schreibe weiss ich, dass zumindest fünf Leute den Beitrag lesen. (danke dafür, freut mich) Ich publiziere einfach nicht gerne ins Blaue hinaus. Facebook bin ich ziemlich enttäuscht. Das liegt auch nicht an den Datensammlungen. Ich weiss, dass ich Fussabdrücke hinterlasse, bei dem was ich mache. Ich bin mir bewusst, dass Facebook, Twitter, und alle anderen sozialen Medien meine Daten verwenden um mit denen Geld zu verdienen. Ich will diese nutzen und verwende diese. Ich bin mit meinem Namen auf Facebook weder öffentlich zu sehen noch auf google zu finden. Mir kann kein dritter eine Freundschaftsanfrage senden. Mit meinem Namen poste ich dort relativ wenig. Es geht mir hierbei um meine öffentliche Seite zu diesem Blog. Diese Seite verwende ich öfters. Natürlich verbindet Facebook diese beiden Dinge und generiert Wissen und Daten.
Im Moment bin ich einfach gespalten. Denn auf der einen Seite würde ich dort Links zu Youtube-Videos posten, die ich einfach nur interessant finde und nicht viel schreiben will. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass es keinen interessiert.
Ich schreibe zwar ziemlich gerne, aber ich bin in den letzten Zügen meiner Masterarbeit und starre auf Bildschirme.

Impressum als neue Seite im Blog 

Des weiteren habe ich ein Impressum, dass diese Seite nicht hatte, hinzugefügt. Bezüglich der DSGVO musste ich mich erst einmal schlau machen, denn in der Schweiz ist das nicht so das Thema. Da habe ich jetzt keine Bedenken mehr, denn für Blogger ändert sich nichts. Für KMU ändert sich einiges, doch ich bin weder kleines noch mittelgrosses Unternehmen.
Wie es für die EU aussieht kann ich dabei nicht mehr sagen. Aber ein Gesetz zu erlassen, was praktisch 80 Prozent der Bevölkerung der EU betrifft, bei dem sich selbst Experten unsicher und uneins ist, ist nicht besonders schlau. Da wäre ich auch verunsichert. Aber das Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter meint: es sind nur Unternehmen betroffen. (Hier)
Für die Blogger, die unsicher sind, hoffe ich, dass sich das im Laufe der Zeit ändert.

Wenn jemand meinen Beitrag teilt stimmt er oder sie zu, dass Daten und Cookies gespeichert werden.
Wenn jemand diese Seite auffruft, stimmt er oder sie zu, dass Cookies gespeichert werden. (Diese kann man aber wieder löschen im Browser)

Meine Verlinkung zu Facebook ist mein Fussabdruck.

Was ich sonst ändere in nächster Zeit? Gott, ich hoffe einfach mehr bloggen. Ich habe mehr Beiträge im Kopf geschrieben und vergessen, als ich wirklich geschrieben habe.

Also nochmals danke fürs Lesen. Ich freue mich immer.

Der Einfluss von anderen auf Berufswünsche

Heute habe ich einen interessanten Artikel auf Zeitonline über den Einfluss von Eltern auf die Berufswünsche der Kinder gelesen. Darin geht es um den impliziten und expliziten Einfluss der Eltern auf den Berufswunsch der Kinder. Oft beeinflussen die Eltern den Berufswunsch, weil man in ihre Fussstapfen gehen will beziehungsweise muss. Das kann von einer guten und einer schlechten Beziehung zu den Eltern ausgehen. Die gute Beziehung kommt zum Beispiel dadurch, dass ein Elternteil das Kind immer in das Gericht mitgenommen hat und man dadurch Jus studieren will. Schlechte Beziehungen zu Eltern können zum Beispiel Trennungen sein und dadurch implizierte Wahl der Kinder, den Grund für diese Scheidung zu ergründen. Manchmal beeinflussen die Eltern auch, in dem sie einfach etwas vorgeben oder etwas kategorisch ablehnen.

Dieser Artikel hat mich an meine Berufswahl erinnert. Ich wollte eigentlich nicht meine Ausbildung machen, aber das war von meinen Eltern nicht gewünscht. Sie dagegen lehnten meinen Wunsch ab und stemmten sich dagegen. Mir bleib nicht sanderes übrig als zu folgen und wurde was ich wurde.
Nun bin ich wieder an einem Punkt, in dem ich mich entscheiden muss, was ich arbeiten will. Dieser Zwang allerdings hat sich negativ auf mein Selbstbewusstsein übertragen. Ich glaube nicht, dass ich irgendwie nützlich in einem Büro oder an einer anderen Arbeitsstelle sein werde. Natürlich werde ich mein bestes tun, und dies auch zur Zufriedenheit der Vorgesetzten. Mein Kopf sagt nur, nein.

Diese Unsicherheit fängt auch schon bei den Bewerbungen an. Ich glaube, dass ich nicht alle Voraussetzungen erfülle. Dazu kommt, dass ich mich nicht traue überhaupt ins Vorstellungsgespräch zu gehen. Sich vorzustellen und Werbung zu machen widerstrebt mir. Und doch muss ich es tun. Bewerbungen zu schreiben habe ich zwischenzeitlich drauf.
Nur bekomme ich dauernd irgendwelche Absagen. Das wiederum hilft mir nicht beim weiteren Vorgehen. Ich zweifle an mir, wenn ich ans Telefon gehen soll. Ich will nicht für mich werben und dauernd meinen Lebenslauf vor mir ausbreiten. Das liegt eben daran, dass ich nicht hinter ihm stehen kann. Ich kann nicht sagen, dass ich Stolz auf etwas bin. In meiner Ausbildung habe ich nichts gelernt und wurde nicht in Arbeitsprozesse einbezogen. Ich bekam praktisch keine Arbeit, die ich erledigen konnte. Das einzige war kopieren, abheften, ordnen, Briefe verschicken, Brötchen holen, Sitzungsszimmer herrichten.

Und dann vergleiche ich mich mit anderen Menschen. Anderen Menschen, die alles ein bisschen einfacher hatten. Arbeiten, die ihnen Spass gemacht hatte. Andere Studenten wurden vom Professor gefragt, ob sie Assistent werden wollten. Andere Studenten wiederum arbeiteten als Forschungsassistenten. Und viele Studenten waren im Ausland. Es wurden ihnen alles in die Wiege gelegt.

Ich bin nicht eifersüchtig, sondern ich finde es ungerecht. Ungerecht, dass ich so behindert worden bin von meinen Eltern. Mir wurde dauernd irgendwas vorgeschrieben und konnte mich im beruflichen Sinn nicht so frei entwickeln wie andere. DAS ist das unfassbare. Unfassbar auch, dass während der Schule kein Lehrer irgendwelches Potenzial in mir sah oder gegen die Vorschriften meiner Eltern getreten ist. Ich musste da selber herauskommen und habe selber meinen Weg genommen. Der Weg war steinig und schwer, lang und wierig mit hohen und sehr hohen Bergen. Aber jetzt bin ich frei und weiss was ich will. Nur braucht es dafür auch wieder unglaublichen Willen. Und Durchhaltevermögen.

Der Nachteil: genau dieser Weg hat furchtbar lange gedauert. Und ich kotze, wenn ich meinen Lebenslauf vorstellen muss. Und ich mache Notlügen bezüglich meiner Ausbildung. Die Wahrheit versteht eh niemand. Kurzum, ich kann noch so sehr analytisch sein und mir einreden, dass der ganze Prozess sehr subjektiv ist. Es nimmt mich mit. Gleichzeitig weiss ich, dass ich endlich arbeiten und produktiv sein will.

Müde von Universität und Studenten

Als ich den Blog angefangen habe, so ungefähr vor zwei Jahren, hatte ich im Sinn mehr um meine Veränderungen zu schreiben. Mehr über Nachhaltigkeit, weniger Müll und mehr Achtsamkeit im Leben oder generelle Verhaltensänderungen. Irgendwie hat sich nun mein Leben nicht so entwickelt wie ich mir das vorgestellt hatte.

Müde von der Universität

Ich bin müde von der Universität und dessen Management. Abschliessen mit meinem Master wollte ich Anfang des Jahres und die Masterarbeit im April abgeben. Dazu habe ich letztes Semester alle Vorlesungen und Seminare mit der Sekretärin abgesprochen. Im Dezember erreicht mich eine E-Mail, in der es heisst ich könnte mir zwei von den zuvor abgesprochenen Seminaren nicht anrechnen lassen. Das hat zu einer absoluten Demotivation geführt. So dachte ich mir, wenn ich alle Seminare und Vorlesungen vorher abspreche und vorher abkläre in welchem Modul ich diese anrechnen lassen kann, wieso bekomme ich eine E-Mail mit einer gegenteiligen Meinung? Ich stecke also immer noch in einem System fest, dass ich mir nicht aussuchen kann. In einem System, dass ihre eigene Regeln hat. Ich muss mich an die Professoren anpassen und diese können mich nach subjektiver Meinung benoten. Gefällt ein Professor meine Arbeit nicht, so kann er diese einfach mit einer ungenügenden Note versehen. Ich kann nichts dagegen tun. Deshalb macht mich das so müde. Ich habe meine Noten in einem viel geringeren Umfang in der Hand, als ich dachte. Ich arbeite zwar mit und gebe meine Arbeiten rechtzeitig ab, mehr kann ich aber nicht ändern.

Müde von Studenten

Ich bin müde von Studenten. Mich interessieren die Leute nicht mehr, die immer über Studium reden und welche Probleme sie dort haben. Findet man jemanden interessant und fragt diese Person um ein weiteres Treffen, kommt das zu 90 Prozent nicht zu stande. Entweder hat man keine Zeit mehr oder man nimmt sich diese nicht mehr. Die Studenten, die bereits ihre fünf bis zehn Leuten haben, sind nicht mehr interessiert überhaupt irgendwen neues kennen zu lernen. Man trifft sich macht Small Talk und das war es dann auch schon. Man fragt nach den Vorlesungen oder Seminaren und geht seinen Weg. Ich finde das zu wenig. Bei einem Studiengang, bei dem man sich die Vorlesungen aussuchen kann, hat man immer andere Mitstudenten. Man redet Small Talk mit denen, die man eh kennt. Aber eine richtige Beziehung baut sich dabei nicht auf.
Wenn es dann doch zufällig zu einem Treffen kommt, dann erzählt man sich bei einem Treffen, wie toll man ist und in welchem Unternehmen man sich beworben hat und dort ein Praktikum machen kann. Oder als Assistentin erzählt man sich wie toll der Job ist. Diese ständigen Vergleiche und besser sein zu müssen als andere, der Konkurrenzdruck von einem selber ist ermüdend.
Manchmal würde ich mir wünschen, eine Person zu haben mit der man mittags essen gehen, irgendwas unternehmen kann und nicht nur über Studium oder Praktikum zu reden. Einfach abschalten vom Thema. Früher dachte ich noch, dass sich Studenten sich über ihre Vorlesungsinhalte unterhalten. Viele Studenten sitzen nur in den Vorlesungen um einen Abschluss zu erhalten. Denen ist der Inhalt egal und lernen nur auf die Prüfung. Gedanken über Inhalte über deren Wahrheitsgehalt oder andere weitere Gedanken kommen da in den seltensten Fällen vor.
Vor allem hasse ich die Aussage: „Komm lass uns doch auf einen Kaffee treffen.“ Nein, das wird man nicht machen, dann braucht man das nicht sagen.
Deshalb fühle ich mich oft fehl am Platz und irgendwie anders. Das macht mich müde.