Warum ich mich an der Uni nicht wohlfühle

Vor einiger Zeit schrieb ich schon meine Gedanken bezüglich Studenten, bevor ich überhaupt wieder an die Uni ging (hier). So falsch waren meine Annahmen allerdings gar nicht.

Während der Vorlesungen

Ich habe mir vorgenommen wieder etwas mehr Kontakt zu anderen Leuten zu suchen, in dem ich sie anspreche. Also ging ich die erste Woche zu den Vorlesungen und sagte zuerst einmal Hallo während dem Eintritt in den Vorlesungsraum. Da kam schon bei siebzig Prozent nichts zurück.
Dann versuchte ich es mit Smaltalk bezüglich Raum finden. Da fand ein kleiner Kontaktaustausch statt, doch schon in der Woche darauf war nichts mehr zu hören. Auch in anderen Kursen mit den gleichen Personen, war kein Hallo mehr zu hören.
Nur bei einer Person funktionierte es und das Resultat ist, dass wir ein Referat zusammen machen. Zwar das erste, aber alle anderen Themen waren noch schlechter.

Während der Mittagszeit

Das schlimmste ist aber, dauernd alleine zu essen. Ich war es gewöhnt, dass gerade beim Essen gesprochen wird. Einmal hätte ich sogar jemand angesprochen, ob sie mit mir essen gehen will. Aber im gleichen Augenblick dachte ich, dass dies zu aufdringlich ist.
So esse ich mein Mittagsessen zwischen kleineren und grösseren Gruppen und Personen, die alleine essen. Viele Studenten, die alleine essen, machen dies entweder vor der regulären Mittagspause oder später. Viele davon nehmen ihr Essen mit, setzten sich vor das Smartphone oder PC.
Ich hasse es alleine zu essen, dennoch muss ich mich ab jetzt daran gewöhnen. Die Gruppen aus Freunden und Studenten sind bereits gefestigt und es wird schwer da überhaupt Kontakte zu knüpfen.

Während einer Gruppenarbeit

Das geht soweit, dass sich zwei Personen zusammenschliessen, die bereits eine Gruppenarbeit erfolgreich zusammen absolvierten. Doch in der Gruppe sind leider noch zwei andere Personen, mit denen man irgendwas machen soll. Also reden diese beiden bereits bekannten Leute zusammen und tauschen sich aus, wogegen die anderen beiden einfach so nebenher laufen. Kommuniziert wird in der Gruppe natürlich per Whatsup. Nachdem ich nur zu bestimmten Situationen meinen Laptop mit in Vorlesungen oder Seminare nehme, wurde ich entgeistert angesehen als ich diesen nicht dabei hatte. Deshalb war ich auch schon unten durch bei den beiden Leuten, die sich bereits kannten. Auch mit der Kommunikation bin ich nicht so zufrieden, da ich beim Reden angeschaut werden will und genau in einer Gruppe einbezogen sein will. Im Gegenzug beziehe ich andere Leute ja auch ein, auch wenn ich sie nicht mag. Da ist ein gemeinsames Ziel dahinter: das Referat.

Kleidung machen Menschen

Um es klar zu sagen, mir macht es zu schaffen, dass an der Universität alles recht oberflächlich ist, man Angst vor anderen Menschen hat und absolut eingeschätzt wird von den anderen. Denn auch das merke ich, denn ich ziehe wieder gerne Röcke an. Jetzt bin ich auch gross und manchmal mit Absätzen unterwegs. Ich mag meine Röcke und meine Schuhe, deswegen ziehe ich sie an. Nur steche ich jetzt aus der Reihe. Ich versuche niemand einzuordnen und offen mit anderen Leuten umzugehen. Das gelingt mir mal mehr mal weniger. Aber sprechen und offen bin ich für alle Personen, die mich ansprechen.
Es wird gewertet was ich sage, wenn ich etwas sage, wie viel ich sage und wem ich wie widerspreche. Man nimmt das alles so persönlich. Mir fehlt einfach eine Person an der Uni, der ich widersprechen kann und nichts persönlich nimmt. Ich kann ja eine Person mögen, aber dennoch nicht alle Einstellungen teilen. Das ist ja das interessante daran: das ist Diskussion.
Mir fehlt das Nichtwerten von Aussagen und Kleidung.
Deswegen versuche ich noch nett zu sein, Leute zu begrüssen und zu verabschieden. Das ist nicht schleimerisch, sondern normaler Umgangston. Wird nur leider nicht mehr gemacht.
Im Büro geht das Verhalten – Nicht grüssen – nicht mehr so einfach. Mir fällt es nach drei Wochen schon wieder schwer überhaupt in eine Vorlesung zu gehen. Immer wieder auf solche Ablehnung und Oberflächlichkeiten zu stossen, ist verdammt schwer.

Studenten und Mindfullness

An unserer Universität wird einmal in der Woche über Mittag eine Stunde für Achtsamkeit angeboten. Seit die Universität wieder anfing besuche ich diese Stunde. Kurs kann man es nicht nennen, denn er ist absolut freiwillig.
Die Teilnehmer sind total unterschiedlich. Das erste mal waren wir zu acht und das zweite mal waren wir zu dritt.
Dort machen wir verschiedene Übungen zum Entspannen.
Unsere Leiterin ist sehr nett und ist sehr hilfsbereit. Nebenbei macht sie auch kleinere Hilfestellungen für Studenten, die Prüfungsangst haben und einen Tag vor einer Prüfung stehen. Dagegen fand sie die Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie eher weniger für Studenten geeignet, da es zu lange dauern würde.
Ich halte wiederum nichts von einem Crashkurs innerhalb von einer Stunde vor einem wichtigen Ereignis. Man vergisst das wieder und helfen wird es wahrscheinlich auch nicht wirklich. Da finde ich es besser es regelmässig zu machen, denn so wird man ganzheitlich und generell etwas gelassener.
Neulich las ich auf einem amerikanischen Blog über eine Studie von der Universität von Virginia, die sich mit dem Thema auseinandersetzte. Dabei testeten sie Lehrer auf den Einfluss von Stresssituationen und Lernumgebung. Interessanter weise kam heraus, dass Lehrer nach einer 30ig stündigen Cultivating Awareness and Resilience in Education (CARE) mehr Stresstoleranz haben als ohne. Zudem waren deren Unterrichtsstile eher an die Schüler ausgerichtet.
Das finde ich sehr interessant, denn für Schüler ist es sehr viel angenehmer in einer Umgebung mit aufmerksamen Lehrern zu lernen. Das hat man zu wenig und gerade bei Problemen können so Lehrer besser auf die Schüler eingehen.

Was ich noch erstaunlich fand ist, dass es kein Äquivalent für die Schüler gibt. Für Schüler ist es schwieriger Achtsamkeit zu praktizieren und sich für einige Stunden Freizeit zu nehmen.

Link: http://greatergood.berkeley.edu/article/item/when_teachers_get_mindfulness_training_students_win 

Befürchtungen für die Zukunft

Nach zwei Wochen bin ich wieder da. In diesen Wochen war es sehr stressig und organisationsreich. Da ich noch keine Beiträge vorbereite, hatte ich einfach keine Zeit mich an den PC zu setzen und Beiträge zu schreiben. Zuerst lag ich eine Woche vor dem Start der Vorlesungen an der Universität mit Nasennebenhöhlenentzündung im Bett, dann hatte ich alle Hände voll zu tun um mich in den Alltag zurecht zu finden und alles wieder zu organisieren.
Mittlerweile ist alles etwas fester eingefahren und ich habe wieder in den Alltag zurück gefunden.
Nach zwei Wochen ist es auch wieder etwas ungewohnt über etwas zu schreiben oder zu berichten wie es einen ergangen ist.

Als ich krank war konnte ich ganz viele Nachrichten lesen. Oder wie es heute heisst: ich habe meinen Kopf mit FakeNews vollgemüllt.
Genau da liegt auch meine Befürchtung für die Zukunft. Wie kann ein amerikanischer Präsident so absolut alle Journalisten über einen Kamm scheren und von FakeNews reden, wenn er FoxNews schaut? Wie kann er von einem nicht vorgekommen Vorfall in Schweden sprechen auf Grundlage von einer Vorschau für eine Dokumentation in Schweden auf FoxNews? Warum kann man nichts gegen so eine Person machen? Warum hat er immer noch so viele Bewunderer? Wie genau kann man so jemand für ernst nehmen: Amerika kündigt alle Handelsverträge und konzentriert sich damit auf das eigene Land? Wie wird das ganze in Zukunft aussehen?
Das sind Fragen, die ich mir immer wieder stelle. Die letzten zwei Fragen kommen immer wieder hoch.
Letzte Woche sah ich eine Pressekonferenz, seine erste, und musste einfach abschalten. Ich habe es nicht ausgehalten. Er spricht ein so einfaches englisch, hat überhaupt keine Lösungen parat, hetzt gegen Journalisten und will gleichzeitig positive Berichterstattung. Das war keine Pressekonferenz, sondern Wahlkampf für seine Anhänger. Donald Trump hat dort keine Fragen beantwortet, sondern seine Anhänger noch weiter gegen Journalisten aufgehetzt. Eine Twittermeldung von einem Amerikaner hat mich am meisten erstaunt. Er schrieb, dass er Trump gewählt habe, weil er ein guter Entertainer ist und er auf der Pressekonferenz einen guten Job gemacht habe.
Da frage ich mich doch: Was um alles in der Welt kommt jemand auf so eine absolut bescheuerte Begründung jemand zu wählen? Das ist genauso wie: Sie sieht toll aus, deswegen wähle ich sie. Oder: Der Rock, die Hose, das Armband hat mir gefallen.
Es ist für mich so absolut unverständlich.

Je mehr ich allerdings über die Dinge von dem amerikanischen Präsidenten lese, desto weniger Lust habe ich etwas zu lesen. Es geht immer nur um folgende Themen: was er über Journalisten sagt, welcher Minister zurücktreten muss wegen Russland-Verbindungen oder Falschaussagen unter Eid, den Mauerbau und Immigranten. Man kommt einfach nicht vorbei an diesem Mann, das nervt mich.

Bullet Journal: Habit Tracker

Jeden Monat wieder, ein neues Layout für das Bullet Journal. Diesmal habe ich ein Leuchtturm 1917 gekauft. Schade daran ist, dass bestimmte Stifte durchdrücken. Dabei weiss ich nicht welche Farbe, Marke oder Tinte durchdrückt oder nicht. Eigentlich finde ich das nicht so besonders, aber ich habe mich mittlerweile daran gewohnt.

Leuhtturm
Mein rotes Journal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Vorgehensweise für das Bullet Journal

Als ich anfing in das Buch zu schreiben, überlegte ich mir welche Themen ich wie behandeln will. Dafür nahm ich mir ein Blatt Papier und mein Tablet und schrieb alle Ideen auf. Danach wollte ich diese Gruppieren. Dies fand ich auf irgendeiner Pinterest-Seite und fand diese Idee einfach super.
Dann nahm ich natürlich auch mein letztes Bullet Journal und sah nochmal durch, was ich verändern könnte. Mittlerweile weiss ich was funktioniert und was weniger. Darin liegt auch der ganz grosse Vorteil vom Bullet Journal.

Habit Tracker

Habit Tracker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mir war es wichtig, dass ich weitere Themen, an die ich arbeiten will hinzufügen kann. Deshalb ist auch die Seite nicht komplett ausgefüllt. Bei der Erstellung nahm ich keine Ideen aus dem Internet, sondern überlegte für mich wichtige Themen.
So fand ich es immer irgendwie schwierig Blumen zu giessen. Deshalb kommt alle drei Tage ein Viereck, dass ich abhacken kann. Mir hilft das, damit ich nicht dauernd daran denken muss, was ich an bestimmten Tagen zu erledigen habe.
Genauso ist Putzen auch ein wunder Punkt. So staubsauge ich einfach nicht so gerne und drücke mich gerne davon. Dagegen das Badezimmer zu putzen entspannt mich. Deshalb nahm ich auch diesen Punkt in den Habit Tracker mit auf.

Putzplan

Deshalb nahm ich auch einen Putzplan in mein Bullet Journal. Dazu wechsele ich mich mit meinem Freund ab, wir machen jeweils am Dienstag und Mittwoch die Hälfte und die Woche darauf tauscht es wieder. Ich muss mir das aber auch aufschreiben. Das ist für mich wirklich einfacher, damit ich weiss an welchem Tag ich welches Zimmer putzen muss.

Putzplan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Motivationssprüche

Irgendwann war mir danach mich vor den PC zu setzten und nach Motivationssprüchen zu suchen und diese auch aufzuschreiben. Der Plan ist nicht, dass von Anfang an alle Sprüche vorhanden sind, sondern nach und nach neue dazu kommen.

Motivation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Achtsamkeitsübungen

Mittlerweile sind Achtsamkeitsübungen extrem gehypt. Es gibt so viele Bücher über das Thema Achtsamkeit, dass man den Überblick verliert. Einige konnte ich wirklich ausprobieren, aber ich finde es wirklich schwierig mir eine davon herauszusuchen. Eigentlich dachte ich, dass diese Seite viel schneller ausgefüllt werden würde. War aber nicht so. Einige Achtsamkeitsübungen finde ich super, aber ich habe sie bisher nicht ausgeführt.

Achtsamkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Moralisches Dilemma

Zuerst wollte ich hier über ein moralisches Dilemma bei einem Onlinehändler schreiben. Meines Wissens war es nämlich nicht so besonders umweltfreundlich sich etwas zu bestellen. Das Problem dabei war allerdings, dass ich irgendwie Kleidung brauche. Mein Kleiderschrank besteht nämlich im Moment nur aus alter Kleidung, die mir nicht passt und die ich nicht mehr anziehe. Ausserdem muss ich langsam vorausplanen, sodass ich auch bald irgendwo arbeiten könnte. Bei einem Vorstellungsgespräch ist es nicht so ganz toll, wenn man mit einer zerrissenen Jeans ankommt. Privat kann man die zwar schon noch gut tragen.
Aber damit lies mich das schlechte Gewissen nicht komplett los. Denn ist es nicht allbekannt, dass menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in fast allen Onlinehändler an der Tagesordnung sind? Findet man nicht auch immer wieder Berichte, die davon erzählen?
Nun, dann könnte man natürlich auch die Hersteller der Kleidung anprangern. Allerdings finde ich rein gar nichts im Internet über die Herstellungs-, Anbau- und Weiterverarbeitungorte, Arbeitsbedingungen und Bezahlungen des Unternehmens. Daher kann ich dazu gar nichts sagen.

Deshalb wollte ich einen Artikel schreiben, in dem ich über ein moralisches Dilemma zwischen Kleidung brauchen und möglichst umweltbewusst leben. Auf Grund dessen suchte ich Artikel, die davon sprachen wie schlecht Onlinehandel ist und wie schädlich diese für die Umwelt sind.

Nun ja, es gibt wie so viel immer auch eine positive Seite. Und gerade Online-Shopping und die Nachhaltigkeit ist schwieriger als man denkt.
Es hängt sehr viel davon ab, wie man einkauft, welche Sachen man einkauft, wie die Produkte verpackt ist und wo man einkauft.

  1. Vorurteil: Online-Shopping ist umweltschädlich

Online einkaufen ist praktisch ganz einfach. Jederzeit ist es möglich irgendwelche Produkte von überall auf der Welt nach Hause liefern zu lassen. Dabei wäre es logisch, dass diese Transportkosten sehr schädlich für die Umwelt ist.
Dabei kommt es aber sehr darauf an, woher und wie man einkauft. Nehmen wir als Beispiel einen Online-Shop für Kleidung. Hier kann man nicht probieren und weiss nicht unbedingt aus welchem Material diese Kleidung ist, die man will. Also bestellt man einfach auf Wunsch, denn man kann es ja wieder zurücksenden. In Deutschland wird jedes dritte Paket zurückgesendet. Kauft man sich nun drei Sachen und behält nur eins, hat man den Ausstoss von CO2 für das verbliebene Kleidungsstück um zwei erhöht. Dies ist natürlich nicht umweltfreundlich. Und genau daran ist der Hacken. Kauft man bewusst ein und schickt nichts zurück, ist es umweltfreundlicher als normal einzukaufen. Die Läden brauchen Klimalage, der Kunde muss zum Laden,  der Laden muss beleuchtet werden und die Kleidung wird direkt in den Laden transportiert. Wägt man diese beiden Sachen ab, ist es mit einer nicht zurückgeschickten Bestellung klimafreundlicher als mit einem normalen Einkauf in einem Laden.

2. Vorurteil: schlechte Arbeitsbedingungen

Ja, es ist schwierig für Postboten immer mehr Pakete zu transportieren und immer weniger Zeit dafür zu haben. Das liegt aber an der Einstellung der Post, die keine umsichtigen Personalentscheide trifft. Wenn man sagt, dass das Online-Shopping in den nächsten Jahren ansteigen wird, und gleichzeitig weniger Postboten gibt, hat man ein Problem als Firma.
Schlechte Arbeitsbedingungen sind allerdings nicht nur für Postboten prekär. Für die Herstellungen für Kleidung, Schuhe, PC, Handys, Laptops, Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte und andere Dinge werden Menschen ausgebeutet. Das ist mir absolut klar. Aber auch hier hat es nichts mit dem Onlinegeschäft zu tun, sondern mit dem Kapitalismus. Firmen produzieren dort, wo die Herstellung günstig ist. Oft ist dabei die Arbeitsweise relativ egal. Diese Situation hat mit unseren Konsumgewohnheiten zu tun.
Leider kann ich dieses Thema nur anreissen, denn darüber könnte man tausend Artikel schreiben. Das ist auch ein Thema das mich interessiert: Woher bekomme ich alternative Dinge her und wie kann ich mit meinem Konsum dafür sorgen, dass es Menschen besser geht als zuvor?

Fazit

Umweltfreundlich einkaufen ist auch für Onlineshopper drin. Es ist nicht alles schlecht, was schlecht in den Medien beschrieben wird. Es kommt sehr darauf an, wo man einkauft. Umweltfreundlicher Einkaufen geht vor allem mit recyklierbaren Produkten, keiner Rücksendung und so wenig Verpackung wie möglich. Es ist dann nicht mehr Umweltfreundlich, wenn man auf verdacht einkauft und viele Sachen zurücksendet. Das sind die sogenannten Rückkoppelungseffekte.

 

Lush: Erfahrungsbericht II

Zu Weihnachten bekam ich drei Produkte von Lush geschenkt. Darunter war die Serie Snow Fairy mit Duschgel, Duschconditioner und die Bodylotion Sleepy
Euch will ich einen Erfahrungsbericht mit diesen Produkten geben. Der erste Teil bezieht sich auf die Serie Fairy. Hier nun der zweite Teil: die Bodylotion Sleepy.
Die Firma Lush wurde 1995 von Mark Consantine mit seiner Familie gegründet. Sie zeichnet sich an sich durch vegane selbst hergestellten Produkten aus. Die Firma bezeichnet sich als Naturkosmetik, die ohne Tierversuche hergestellt werden. Auf deren Internetseite steht, dass ihre Produkte zu „ca. 7% sind zu 100% aus natürlichen Inhaltsstoffen“ (Lush: über uns).
Gleichzeitig besitzt Lush kein Label oder ist eingetragen für Naturkosmetik.

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Produkt: Bodylotion Sleepy

Die Bodyl0tion verwende ich nur am Wochenende. Der Grund ist unter anderem der Geruch.

Geruch

Bei der Verwendung der Bodylotion haut es mich fast um, denn der Geruch breitet sich nach dem öffnen direkt im Bad aus. Nach dem Auftragen bleibt der Geruch erst einmal im Badezimmer. Wenn ich einen anderen Raum betrete riecht dieser nach der Bodylotion. Ich finde das schon etwas zu viel, wenn man eine Bodylotion aufträgt. Dabei verwende ich nicht extra viel, sondern in gleichen Masse wie andere Produkte. Deshalb finde ich, dass der Geruch extrem ist. Was mich auch stört ist, dass dieser nicht nur einfach verschwindet und abflacht. Sondern er bleibt den ganzen Tag relativ im gleichen Umfang vorhanden. Die Bodylotion bleibt praktisch den ganzen Tag mit dem Geruch auf meinem Körper. Das ist mir zu viel und deshalb verwende ich diese nur am Wochenende. Unter der Woche würde es mich stören, wenn jeder Raum, den ich betrete, nach diesem Zeug riechen würde. Aber der Geruch klebt auch an der Hose und muss erst einmal gewaschen werden.
Laut der Internetseite und der Werbung soll es nach „Haferflocken, beruhigende Lavendelblüten und besänftigendes Tonka (…). Ein reichhaltiger, malziger und blumiger Duft (lässt dich mit) cremige(r) fair gehandelte(r) Bio-Kakaobutter und feinstes Lavendelwasser liebevoll verwöhnen.“(http://www.lush-shop.ch/sleepy-50g.4232.html) Das hört sich so toll an, aber so cremig ist das ganze nicht.

Verwendung

Wenn ich nun die Bodylotion verwende zieht sie einfach nicht ein. Es bleibt zudem auch noch eine ölige Schicht zurück. Man muss schon sehr viel rubbeln, bis diese langsam weggeht. Das ganze ist so unangenehm und fühlt sich nicht natürlich an.
Auch habe ich das Gefühl, dass sie meine Haut austrocknet und nur durch die verbleibende ölige Schicht geschmeidig wird. Das ist aber ein extrem künstliches und schmieriges Gefühl.
Nachdem man sich die Hände wäscht, direkt nach dem Auftragen, schäumt die Seife nicht mehr. Nach einem weiteren Waschen schäumt sie wieder wie zuvor.
Zudem bleibt an den Hosen oder an den Socken etwas Weisses zurück. Dabei kann ich nicht sagen was das genau ist. Das sieht gerade bei Strumpfhosen nicht schön aus und ein weiteres Mal kann man diese nicht anziehen. Denn die weissen Streifen gehen erst nach dem Waschen wieder weg.

Inhaltsstoffe

Wie auch im Lush: ein Erfahrungsbericht I geschrieben, sind neben ungefährlichen Stoffen einige bedenklichen dabei.

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Avena Sativa Kernel Extract (Haferaufguss), Prunus Amygdalus Dulcis Oil (Mandelöl), Lavandula Angustifolia Flower Water (Lavendelwasser), Lavandula Angustifolia Flower Extract (Lavendelblütenaufguss), Simmondsia Chinensis Oil (Bio Jojobaöl), Glycerin, Theobroma Cacao Seed Butter (Fair Trade Bio Kakaobutter), Stearic Acid, Shorea Stenoptera Seed Butter (Illipébutter), Triethanolamine, Lavandula Angustifolia Oil (Lavendelöl), Styrax Tonkinensis Resin Extract (Benzoeharz), Dipteryx Odorata Seed Extract (Tonka Absolue), Cananga Odorata Flower Oil (Ylang-Ylang Öl), Cetearyl Alcohol, *Benzyl Benzoate, *Benzyl Cinnamate, *Coumarin, *Geraniol, *Limonene, *Linalool, Schneeflockenschimmer (Potassium Aluminium Silicate, Titanium Dioxide), , Cl 45410, Cl 42090. (natürlich, kommt in natürlichen Ölen vor; sichere synthetische Mittel)

unbedenkliche Stoffe:

Stearic Acid, Stearinsäure wird entweder aus tierischen oder pflanzlichen Fetten gewonnen. Er kann auf der Haut einen Film bilden. Jetzt weiss ich zumindest woher dieser Film und diese ölige Schicht kommen. Allerdings ist dieser Stoff auch in natürlichen Cremes oder Seifen.

Die Stoffe, auf die man aufpassen sollte sind:

Triethanolamin ist an sich nicht bedenklich, sondern das Resultat von bestehenden Verbindungen. Sie können Nitrosamine bilden, die möglicherweise Leber, Nieren und Erbgut beschädigen können.
Potassium Aluminium Silicate, Aluminiumsalze stehen in Verdacht, dass sie Brustkrebs begünstigen. Deshalb ist es weniger sinnvoll sie auf gereizter Haut, zum Beispiel nach dem Rasieren, zu verwenden. Einige Test sprechen dafür und andere wiederum dagegen. Was jetzt richtig ist, kann ich leider nicht hundert Prozentig sagen.
Cetearyl Alcohol  es gibt zwei unterschiedliche Arten von Alkoholen. Die Fettalkohole und der Trinkalkohol. Die ersten machen die Haut geschmeidig ohne auszutrocknen . Die normalen Alkohole wirken durch Phthalaten schädlich auf die Haut, da sie fett- und wasserlöslich sind. Sie können in das Gewebe der Haut eindringen und dort schaden anrichten. Cetearyl Alcohol gehört zu den guten Alkoholen.
Benzyl Benzoate ist für Allergiker nicht zu empfehlen und hemmt den Wachstum von Mikroorganismen.

Fazit

Der langanhaltende künstliche und nicht zu definierende Geruch ist praktisch für mich schon zu viel des ganzen. Ich mag eine natürliche dezente Creme, die nicht penetrant riecht. Lush ist nichts von alledem. Das ist für mich Totschlagargument und ich hätte niemals das Produkt selber gekauft. Allerdings bekam ich diese Creme geschenkt und ich verzeihe mal auf diesem Weg.
Mich wundert es besonders nach dem zweiten Bericht, dass Kosmetikfirmen einfach mischen und Stoffe verwenden können, die sowohl schädlich für die Haut und den Organismus sind als auch möglicherweise krebseregend.
Die Frage ist jetzt nur: was mache ich mit den beiden Produkten und wie kann ich in Zukunft noch mehr über schädliche Stoffe erfahren? Man kann ja nicht gleich Chemie studieren um seine eigenen Cremes herzustellen.


Quellen:

http://naturalbeauty.de/fakten/du-kommst-hier-nicht-rein/du-kommst-hier-nicht-rein-triethanolamine/

https://www.welt.de/gesundheit/article158306044/Sind-Deos-mit-Aluminium-wirklich-krebserregend.html

http://www.highdroxy.de/journal/hautpflege/mythos-alkohol-in-hautpflege/

http://www.codecheck.info/inhaltsstoff/Benzyl-Benzoate

http://naturseife-und-kosmetik.de/zusammensetzung-von-pflanzenoelen-und-deren-einfluss-auf-die-haut/

 

Lush: ein Erfahrungsbericht I

Zu Weihnachten bekam ich drei Produkte von Lush geschenkt. Darunter war die Serie Snow Fairy mit Duschgel, Duschconditioner und die Bodylotion
Euch will ich einen Erfahrungsbericht mit diesen Produkten geben.
Die Firma Lush wurde 1995 von Mark Consantine mit seiner Familie gegründet. Sie zeichnet sich an sich durch vegane selbst hergestellten Produkten aus. Die Firma bezeichnet sich als Naturkosmetik, die ohne Tierversuche hergestellt werden. Auf deren Internetseite steht, dass ihre Produkte zu „ca. 7% sind zu 100% aus natürlichen Inhaltsstoffen“ (Lush: über uns).
Gleichzeitig besitzt Lush kein Label oder ist eingetragen für Naturkosmetik.

Produkt: Snow Fairy Duschgel und Conditioner

Snow Fairy
Duschgel
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Conditioner

Ich habe diese beiden Produkte sowohl einzeln als auch zusammen verwendet. Wobei habe ich nicht ganz so viel Erfahrungen, denn ich verwendete sie etwa vier mal in der Früh.

Geruch

Fangen wir erst einmal mit dem Geruch an. Hätte ich mir die beiden Produkte selber gekauft, würde heute dieser Artikel nicht veröffentlicht werden. Denn ich wäre gar nicht dazu gekommen in das Geschäft zu gehen, weil mir der Geruch vor der Türe, in der Fussgängerzone, schon zu penetrant ist. Deshalb muss ich mir fast die Nase zuhalten, wenn ich das Zeug verwende.
Genauso verhält es sich mit dem Schaumbergen und deren Glizereien, die man auf dem Körper nicht mehr sieht.
Die beiden Produkte zusammen riechen so künstlich, dass man sich nicht vorstellen kann, dass es sich um ein natürliches Produkt handelt. Dabei wirbt Lush mit diesen „Naturprodukten“. Wenn mir jemand die Frage beantworten kann, wie ich natürliche Zuckerwatte oder Kaugummi bekomme, ist das jederzeit willkommen.

Verwendung

Nach der Verwendung habe ich das Gefühl, dass meine Haut austrocknet. Sie ist über und über mit dem Geruch bedeckt, der auch irgendwie nicht richtig weggeht.
Der Conditioner hat irgendwie keine gute Konsistenz beim Auftragen. Die Schwierigkeit ist, dass man diese ja unter der Dusche benutzt und dann abspült, praktisch wie ein Conditioner für die Haare. Wenn ich also nach dem eigentlichen Duschen den Conditioner verwende, fühlt es sich an, als ob ich irgendwas Klebriges auf meine Haut auftrage. Beim abspülen geht das auch nicht wirklich runter.
Das schlimmst ist, dass auch an der Badewanne irgendein Film zurück bleibt. Dieser geht erst nach putzen und mit chemischen Mitteln abschrubben wieder weg. Das stört mich mehr als die trockene Haut und den unangenehmen Geruch.

Inhaltsstoffe

Water (Aqua) , Sodium Laureth Sulfate ,Glycerine , Sodium Cocoamphoacetate ,Lauryl Betaine , Fragrance , Synthetic Musk ,Titanium Dioxide , Calcium Sodium Borosilicate , Oxide , Alpha-Isomethyl Ionone , *Limonene ,

Inhaltsstoffe Duschgel

Die einzigen natürlichen Stoffe in dieser Auflistung sind Wasser (Aqua) und Glycerin. Dabei ist Glycerin auch nicht wirklich toll, denn es kann Palmöl enthalten. Jetzt sagt Lush, dass dieser aus Gebieten ohne Konflikte kommt und natürlich hergestellt wird. Wenn mir jemand sagen kann, wie man Glycerin natürlich herstellen kann, wäre ich sehr froh.
Diese beiden sind dagegen unbedecklich:
Sodium Cocoamphoacetate wird überwiegend pflanzlich hergestellt und ist ein Tensid. Man braucht es um Fett und Wasser besser zu verbinden und dadurch die Dreckpartikel von der Haut zu reinigen.
Oxide verringern die Lichtdurchlässigkeit und entfernt Partikel von der Haut.
Dagegen ist Sodium Laureth Sulfate bedenklich. Hergestellt wird es durch Laurylalkohol, Ethylenoxid, Natrium und Schwefelsäure. Ethylenoxid beinhaltet unter anderem auch Erdöl. Das schlechteste an diesem Tensid ist, dass es sich mit unseren Proteinbausteinen unseres Körpers verbindet. Es lässt die Haut austrocknen, die Haut kann jucken und es kann Verunreinigungen enthalten. Einige Artikel und Forscher meinen, dass bei der Herstellung krebserregendes Dioxan freigesetzt wird. Andere Artikel und Forscher widersprechen dem. Daher kann ich nicht genau sagen, was nun richtig ist. Es bleibt einfach nur zu sagen, dass das nicht gesund ist und zweitens nicht natürlich.

Fazit

Als Fazit für mich ziehe ich, dass ich keine weiteren Produkte von Lush geschenkt bekommen werde und keine kaufen werde. Demjenigen, der mir diese Produkte geschenkt hatte, erklärte ich bereits die Nachteile. Daraufhin entschuldigte er sich und verwies auf sein Nichtwissen. Lush hat nicht umsonst kein Label für Naturprodukte. Wenn eine Firma  Sodium Laureth Sulfate verwendet kann sie gar nicht mehr so natürlich sein.
Durch diesen Bestandteil trocknet auch meine Haut aus und sie fühlt sich nicht mehr flexibel an. Das heisst, wenn ich mich öfters mit diesen beiden Produkten einreiben und waschen würde, hätte ich eine trockene Haut und sie würde spannen. Das würde dazu führen, dass ich möglicherweise Hautprobleme bekommen würde, weil zu viel Fett von meiner Haut weggenommen würde.
Desweiteren kann ich sagen, dass ich ab jetzt auch noch auf Produkte mit Sodium Laureth Sulfate verzichten werde.
Da kann ich nur sagen: Naturprodukte sind nicht gleich Naturprodukte, informiert euch im Internet. Das ganze ist so einfach geworden, denn viele Personen schreiben Test über diverse Produkte und Kosmetik.

Der Teufel steckt im Detail


Quellen:

http://www.codecheck.info/kosmetik_koerperpflege/koerperpflege/duschgel_oele/id_1090107112/Lush_Snow_Fairy_Duschgel.pro (wirklich eines der praktischsten Link für Inhaltsstoffe in Kosmetik: eindeutige Empfehlung)

http://naturalbeauty.de/fakten/du-kommst-hier-nicht-rein/du-kommst-hier-nicht-rein-sodium-laureth-sulfate/

http://forum.oekotest.de/cgi-bin/YaBB.pl?num=1161519286

http://slsfree.net

 

Vorschau

Im Moment plane ich einige Beiträge für den Blog. Diese brauchen allerdings etwas mehr Zeit als ich dachte. Mir rennt einfach auch die Zeit davon und ich habe zu viel vor, sodass ich gar nicht alles schaffe.
In den nächsten Tagen, diese Woche, wird es einen Erfahrungsbericht mit zwei Produkten von der Kosmetikfirma Lush geben.
Desweiteren sammele ich einige Achtsamkeitsübungen, die ich hier präsentieren werde.
Im weiteren Verlauf werde ich noch mein Bullet Journal für den Januar und den Februar vorstellen.

Desweiteren überlege ich, ob ich nicht auch mehr über Medienkritik schreibe. Diese liegt mir auch sehr am Herzen, denn sie gehört zum Leben dazu. Jeder liest oder sieht Journale und nicht immer ist alles so akkurat wie es sein sollte. Darüber sollte man auch sprechen. Für mich gehört das zu einem aufmerksamen und kritischen Leben dazu.

 

 

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